Wie ist Apostelgeschichte 15,14 zu verstehen?

Gemäß Apostelgeschichte 15,14 sagte Petrus, dass Gott „ein Volk für seinen Namen“ aus den Nationen wählt.
Wie hat sich das erfüllt?


Apostelgeschichte 15 Vers 14 lautet gemäß der Elberfelder Bibel: „Simon hat erzählt, wie Gott zuerst darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen für seinen Namen.“

Was Jakobus hier äußert, ist keine ausstehende Prophezeiung, sondern er führt eine Prophezeiung an, die sich in der damaligen Zeit erfüllt hat. Wie ist Apostelgeschichte 15,14 zu verstehen? weiterlesen

„Ihr seid meine Zeugen“, spricht Jahwe (Jesaja 43,10)

Wie sollten sich Christen nennen?

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Vorbemerkung:

Leser dieser Website sind in der Regel bibeltreu. Für sie ist die Bibel der Maßstab für den christlichen Glauben. Daher ist ihnen bewusst, dass sie mit Dingen konfrontiert werden können, die einem auf Anhieb nicht behagen mögen – trotzdem sind sie wahr. Solche Konfrontationen sind die Gelegenheit zu beweisen, dass wir die Bibel nicht an unsere Wünsche anpassen, sondern dass wir bereit sind, unseren Glauben unbeirrt nach der Bibel auszurichten.

Dieser Artikel ist eine biblische Untersuchung der Frage, ob Gottes Volk jemals den Namen „Zeugen Jehovas“ bzw. „Zeugen Jahwes“ gehabt hat oder haben sollte. Daher werden sich insbesondere Zeugen Jehovas dafür interessieren.

Die Erörterung ist jedoch nicht nur an Zeugen Jehovas gerichtet. Beim Lesen des Artikels (insbesondere der zweiten Hälfte) werden Christen aller Denominationen mit grundlegenden Überlegungen konfrontiert, denen sie sich stellen sollten.


„Ihr seid meine Zeugen“, spricht Jahwe (Jesaja 43,10) weiterlesen

Biblische Grundsätze für eine Hausgemeinde

Mit diesem Artikel soll ein grober Überblick über die biblischen Grundlagen einer Hausgemeinde gegeben werden. Nur die Bibel kann Maßstab sein für eine Gemeinde im christlichen Sinn (1. Korinther 4,17; 2. Timotheus 1,13). Biblische Grundsätze für eine Hausgemeinde weiterlesen

pistis – Warum Hausgemeinden?

pistis und Hausgemeinde – gibt es da einen Zusammenhang?

πίστις (pistis) ist das griechische Wort für Glaube, Vertrauen, Treue – ein treffender Begriff für das Thema „Hausgemeinde“. Glaube wird im Neuen Testament mit der Rettung und auch der Versöhnung mit Gott in Verbindung gebracht: pistis – Warum Hausgemeinden? weiterlesen

So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten – wie?

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Sieben Grundsätze für das Verständnis der christlichen Lehre

Was meinte Jesus Christus, als er in der Bergpredigt an seine Zuhörer appellierte: „So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,16)?

Wenn wir zu seinen Nachfolgern gehören wollen, sollten wir ein grundlegendes Interesse daran haben, zu verstehen:

  • Was bedeutet es, sein „Licht vor den Menschen“ leuchten zu lassen?
  • Von welchen „guten Werken“ spricht Jesus?

So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten – wie? weiterlesen

„Es soll euch zuerst um … Gottes Gerechtigkeit gehen“ (Matthäus 6,33)

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Eine der wichtigsten Überlieferungen der Worte Jesu ist die Bergpredigt, die uns in Matthäus Kapitel 5 bis 7 zur Verfügung steht. Sie ist voller Informationen, Appelle und Motivation, die uns helfen, unser Leben mit Gott und unserem Mitmenschen in Ordnung zu bringen und zu pflegen.

Eines der vielen Highlights ist die Passage in Kapitel 6 in den Versen 25 bis 34. „Es soll euch zuerst um … Gottes Gerechtigkeit gehen“ (Matthäus 6,33) weiterlesen

Warum an einen Verursacher glauben?

So selbstverständlich für viele der Glaube an einen Schöpfer des Universums ist, so große Probleme haben andere damit. Die Auseinandersetzungen mit Argumenten, die die zufällige Entstehung des Kosmos (und damit einhergehend der Evolution des Lebens) stützen sowie die leidenschaftlichen Gegendarstellungen werden seit Jahrhunderten geführt. Und scheinbar gelingt es keiner Seite, die andere vom jeweiligen Standpunkt zu überzeugen. Warum an einen Verursacher glauben? weiterlesen

Freier Wille oder Prädestination?

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Was sagt die Bibel darüber? Einige Überlegungen.

Das Thema, inwieweit der Mensch von seinem Schöpfer mit einem freien Willen ausgestattet ist, ist seit Jahrhunderten Gegenstand von Erörterungen[1]. Auch dieser Artikel setzt sich mit einigen Details dazu auseinander und bringt Bibelpassagen ins Spiel, die selten in diesem Zusammenhang gesehen werden.

Freier Wille oder Prädestination? weiterlesen

Gott mehr gehorchen als Menschen – Jan Hus

Am 6. Juli 2015 jährt sich der Todestag von Jan Hus zum 600. Mal. Im Jahr 1415 wurde er in Konstanz während des dort stattfindenden Kichenkonzils auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er seine Lehre, die er auf die Bibel gründete, nicht widerrufen wollte.

Jan Hus ist ein Beispiel für einen Christen, dem die Lehre der Heiligen Schrift und damit das Evangelium wichtiger war als die Anerkennung der Kirche. Bereits in dem Artikel Gott mehr gehorchen als Menschen auf dieser Website wurde auf ihn hingewiesen.

Auf Arte wurde am 1. Juli 2015 ein zweiteiliger Fernsehfilm über Jan Hus gesendet. Gott mehr gehorchen als Menschen – Jan Hus weiterlesen

Gott mehr gehorchen als Menschen

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„Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen“
Apostelgeschichte 5,29 (NGÜ[1])

Diese grundsätzliche Haltung haben die Apostel Jesu gegenüber dem höchsten jüdischen Gericht, dem Sanhedrin (Synedrium), eingenommen. Wie kam es zu diesem Statement? Der Hohepriester, der für das jüdische Gericht sprach, redete den Aposteln ins Gewissen: Gott mehr gehorchen als Menschen weiterlesen

„Mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24) – Teil 3: Epilog

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Wahrscheinlich ist jeder, der über die Bedeutung der Anbetung des Vaters „mit Geist und Wahrheit“ beziehungsweise „im Geist und in der Wahrheit“ nachdenkt, tief berührt. Bei dem einen oder anderen kommt jedoch möglicherweise der Gedanke auf, dass diese Aussagen der Schrift sehr wohl bedeutungsvoll sind, dass das Leben eines Christen von dieser Art der Anbetung ganz bestimmt tief beeinflusst wird, aber – er selbst hat noch keine entsprechenden Erfahrungen gemacht. „Mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24) – Teil 3: Epilog weiterlesen

„Mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24) – Teil 2

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„Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:23, 24).

 Nachdem erörtert worden ist, was es bedeutet, den Vater „mit … Wahrheit“ anzubeten, soll jetzt auf das noch etwas tiefer gehende Kriterium eingegangen werden: Den Vater „mit Geist“ anbeten. „Mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24) – Teil 2 weiterlesen

„Mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24) – Teil 1

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Als Jesus Christus sich mit einer Samariterin unterhielt, kam er auf ein Thema zu sprechen, das nicht nur die Samariterin betraf, sondern Bedeutung für alle Christen haben sollte, die zu irgendeiner späteren Zeit und an irgendeinem Ort der Erde leben sollten. Bezüglich der Anbetung seines himmlischen Vaters setzte er einen Maßstab, den jeder beachten muss, wenn er sicher gehen möchte, dass seine Anbetung Gott, dem Allmächtigen, angenehm ist. „Mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24) – Teil 1 weiterlesen

„Aus biblischer Sicht“ – Die christliche Taufe

„Aus biblischer Sicht“ – Die christliche Taufe

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Arbeitsblätter zum Erarbeiten von Glaubensthemen anhand von Bibeltexten, Bemerkungen und Fragen zum Nachdenken

Nachstehend findet sich eine Aufstellung aller Stellen im Neuen Testament, in denen etwas über die christliche Taufe gesagt wird, d.h.in denen die Wörter baptizo (taufen) oder baptisma (Taufe) vorkommen. Mit kurzen Bemerkungen zum Kontext.

Texte mit Bezugnahmen auf andere Taufen als die christliche Taufe (von Jüngern Jesu) werden am Schluss aufgereiht, so dass alle Texte lückenlos geprüft werden können.

Soweit nicht anders vermerkt sind die Texte der Neuen Genfer Übersetzung 2011 (bibleserver.com) entnommen.

Matthäus 28,19-20 (Jesus zu seinen Jüngern)

19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters (revElb 2008).

Markus 16,16 (Jesus zu seinen Jüngern; Textherkunft schwierig. Ebenso der Kontext (Verse 17-18)

16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden.

[Dieser Vers sollte bei  der Erforschung der Bedeutung der Wassertaufe nicht ins Gewicht fallen. Insbesondere, weil hier die Wassertaufe als heilsrelevant beschrieben wird, was der übrige Text des NT nicht hergibt.]

 Apostelgeschichte 2,38-41 (Petrus zu Juden)

38 »Kehrt um«, erwiderte Petrus, »und jeder von euch lasse sich auf den Namen von Jesus Christus taufen! Dann wird Gott euch eure Sünden vergeben, und ihr werdet seine Gabe, den Heiligen Geist, bekommen. 39 Denn diese Zusage gilt euch und euren Nachkommen und darüber hinaus allen Menschen auch in den entferntesten Ländern [revElb: euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind]  – allen, die der Herr, unser Gott, zu seiner Gemeinde rufen wird.« 40 Mit diesen und noch vielen anderen Worten bezeugte Petrus ihnen ´das Evangelium`; eindringlich ermahnte er sie: »Diese Generation ist auf dem Weg ins Verderben! Lasst euch retten vor dem Gericht, das über sie hereinbrechen wird!« 41 Viele nahmen die Botschaft an, die Petrus ihnen verkündete, und ließen sich taufen. Durch Gottes Wirken wuchs die Gemeinde an diesem Tag um etwa dreitausend Personen. 

Apostelgeschichte 8,12-13 (Philippus in Samaria)

(Gemäß Vers 4 stellten die Apostel fest, dass „Samaria“ das Wort Gottes angenommen hatten, nicht „die Juden in Samaria“. Der hier erwähnte Magier Simon wird allgemein nicht mehr mit dem von Josephus erwähnten Simon (Jude oder Samaritaner), der in Rom war, gleichgesetzt. Vergleiche Barnes Notes zu Apg 8,9.)

12 Doch jetzt, als Philippus ihnen die Botschaft vom Reich Gottes verkündete und über Person und Werk von Jesus Christus sprach, wandten sie sich Philippus zu und schenkten ihm Glauben, und Männer und Frauen ließen sich taufen. 13 Auch Simon kam zum Glauben und ließ sich taufen. Von da an wich er Philippus nicht mehr von der Seite. Die Wunder, die er miterlebte und in denen sich Gottes große Kraft zeigte, ließen ihn nicht mehr aus dem Staunen herauskommen.

Apostelgeschichte 8,36-38 (Philippus und der Äthiopier (Proselyt?))

36 Als sie nun, ´ins Gespräch vertieft,` die Straße entlangfuhren, kamen sie an einer Wasserstelle vorbei. »Hier ist Wasser!«, rief der Äthiopier. »Spricht etwas dagegen, dass ich getauft werde?«  38 Und er befahl, den Wagen anzuhalten. Beide, Philippus und der Äthiopier, stiegen ins Wasser, und Philippus taufte den Mann

Apostelgeschichte 9,17-18 (Hananias und Saulus)

17 Da machte sich Hananias auf den Weg und ging in jenes Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: »Saul, mein Bruder! Der Herr selbst – Jesus, der dir auf deiner Reise hierher erschienen ist – hat mich geschickt. Er möchte, dass du wieder sehen kannst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst.« 18 Im selben Augenblick war es, als würden Schuppen von Saulus’ Augen fallen: Er konnte wieder sehen! Saulus stand auf und ließ sich taufen.

Apostelgeschichte 10,46-48 (Petrus bei Kornelius (Nichtjude))

46 Sie hörten nämlich, wie die Versammelten in ´geistgewirkten` Sprachen redeten und Gott für seine Größe priesen. Schließlich wandte sich Petrus an seine Begleiter und sagte: 47 »Wer hätte jetzt noch das Recht, diesen Leuten die Taufe zu verweigern – jetzt, wo sie genau wie wir den Heiligen Geist empfangen haben?« 48 Und er ordnete an, sie im Namen von Jesus Christus zu taufen. Danach blieb er auf ihre Bitte hin noch einige Tage bei ihnen.

Apostelgeschichte 16,14-15 (Paulus und Lydia [eine „Anbetende“; so wurden gottesfürchtige Heiden genannt, die sich zum jüd. Glauben und zur Synagoge hielten, ohne Proselyten im strengen Sinn […] zu werden; revElb, Anm. zu Vers 14])

14 Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurkrämerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu; deren Herz öffnete der Herr, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. 15 Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilt, dass ich an den Herrn gläubig sei8, so kehrt in mein Haus ein und bleibt! Und sie nötigte uns (revElb).

Apostelgeschichte 16,30-33 (Paulus und Silas beim Gefängnisaufseher/Kerkermeister (Nichtjude))

30 Während er sie dann nach draußen führte, fragte er sie: »Ihr Herren, was muss ich tun, damit ich gerettet werde?« 31 Sie antworteten: »Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden, du und alle, die in deinem Haus leben!« 32 Und sie verkündeten ihm und allen, die bei ihm im Haus wohnten, die Botschaft des Herrn. 33 Der Gefängnisaufseher kümmerte sich noch in derselben Stunde, mitten in der Nacht, um Paulus und Silas und wusch ihnen das Blut von den Striemen ab. Dann ließen sich er und alle, die zu ihm gehörten, ohne zu zögern taufen.

Apostelgeschichte 18,8 (Paulus und der Synagogenvorsteher Krispus sowie „viele Korinther“ – ohne „andere“)

8 In der Folge kam ´kein Geringerer als` Krispus, der Vorsteher der Synagoge, zum Glauben an den Herrn – er und alle, die in seinem Haus lebten. Auch viele andere Korinther, die ´Gottes Botschaft` hörten, glaubten und ließen sich taufen.

Apostelgeschichte 19,3-5 (Paulus zu (jüdischen) Ephesern)

3 »Was für eine Taufe ist denn an euch vollzogen worden?«, wollte Paulus wissen. »Die Taufe des Johannes«, erwiderten sie. 4 Da sagte Paulus: »Johannes rief das israelitische Volk zur Umkehr auf und taufte die, die seinem Aufruf folgten. Aber er verband damit die Aufforderung, an den zu glauben, der nach ihm kommen würde, nämlich an Jesus.« 5 Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen von Jesus, dem Herrn, taufen.

Apostelgeschichte 22,14-16 (Der Bericht von Paulus über Hananias und Saulus an Juden in Jerusalem)

14 Hananias sagte: ›Der Gott unserer Väter hat dich dazu erwählt, zu erkennen, was sein Wille ist. Er hat bestimmt, dass du den siehst, der gerecht ist, und ihn persönlich mit dir reden hörst. 15 Denn du sollst sein Zeuge sein und allen Menschen von dem berichten, was du gesehen und gehört hast. 16 Also – was zögerst du noch? Steh auf und lass dich taufen! Rufe dabei im Gebet den Namen Jesu an! Dann wirst du von deinen Sünden reingewaschen werden.‹«

Römer 6,2-4 (Paulus an die Christengemeinde in Rom; in erster Linie an Juden gerichtet, Nichtjuden in der Gemeinde sind jedoch einbezogen. Mit „wir“ meint Paulus also beide Teile der Gemeinde.)

2 Niemals! Wir sind doch, was die Sünde betrifft, gestorben. Wie können wir da noch länger mit der Sünde leben? 3 Oder wisst ihr nicht, was es heißt, auf Jesus Christus getauft zu sein? Wisst ihr nicht, dass wir alle durch diese Taufe mit einbezogen worden sind in seinen Tod?Durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und sind daher auch mit ihm begraben worden. Weil nun aber Christus durch die unvergleichlich herrliche Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, ist auch unser Leben neu geworden, und das bedeutet: Wir sollen jetzt ein neues Leben führen.

[Meint Paulus die Taufe im heiligen Geist oder die Wassertaufe? Wahrscheinlich beides. Die Wassertaufe ist ein äußerliches, sichtbares Zeichen (Symbol), für das, was bei der Geisttaufe passiert.]

1. Korinther 1,13-17 (Paulus an die Christengemeinde in Korinth, die ebenfalls aus Juden und Nichtjuden bestand.)

13 Ist Christus denn zerspalten? Bin etwa ich, Paulus, für euch am Kreuz gestorben? Oder seid ihr auf meinen Namen getauft worden? 14 Ich danke Gott, dass ich außer Krispus und Gaius keinen von euch getauft habe! 15 So kann doch wenigstens niemand behaupten, eure Taufe sei eine Taufe auf meinen Namen gewesen. 16 Da fällt mir ein: Ich habe auch noch Stephanas getauft und die, die zu seiner Familie gehören. Aber davon abgesehen kann ich mich nicht erinnern, jemand getauft zu haben. 17 Denn Christus hat mich nicht beauftragt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden. Und das darf nicht mit klugen Worten geschehen, weil sonst der Botschaft von Christus und seinem Tod am Kreuz die Kraft genommen würde.

[Wenn Paulus von „eurer Taufe“ spricht, ist von einer allgemeinen Taufe aller Gläubigen die Rede.]

1. Korinther 12,13

13 Denn wir alle – ob Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie – sind mit demselben Geist getauft worden und haben von derselben Quelle, dem Geist Gottes, zu trinken bekommen, und dadurch sind wir alle zu einem Leib geworden.

[Hier spricht Paulus über die Taufe im heiligen Geist; die Wassertaufe ist davon ein äußerliches, sichtbares Symbol.]

Galater 3,27-28 (Paulus an die Christengemeinden in Galatien; diese setzten sich aus Juden und Nichtjuden zusammen.)

27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, habt ein neues Gewand angezogen – Christus selbst. 28 Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden.

[Hier spricht Paulus wohl über die Wassertaufe. Sollte die Taufe im heiligen Geist gemeint sein, so ist die Wassertaufe davon ein äußerliches, sichtbares Symbol.]

Epheser 4,4-6 (Paulus an die Christengemeinde in Ephesus; diese setzte sich in erster Linie aus Nichtjuden zusammen.)

´Mit »Einheit« meine ich dies:`ein Leib, ein Geist und genauso auch eine Hoffnung, die euch gegeben wurde, als Gottes Ruf an euch erging; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6 ein Gott und Vater von uns allen, der über alle regiert, durch alle wirkt und in allen lebt.

 [Die Einheit in der Christengemeinde zeichnet sich aus durch folgende Gemeinsamkeit: ein Leib, ein Geist, eine Hoffnung, einen Herrn, einen Glauben, eine Taufe, einen Gott und Vater.]

Kolosser 2,12 (Paulus an die Christengemeinde in Kolossä; diese setzte sich in erster Linie aus Juden zusammen; aber es gab auch vom Gnostizismus beeinflusste Heiden, die Christen wurden.)

12 Ihr wurdet zusammen mit ihm begraben, als ihr getauft wurdet, und weil ihr mit ihm verbunden seid, seid ihr dann auch zusammen mit ihm auferweckt worden. Denn ihr habt auf die Macht Gottes vertraut, der Christus von den Toten auferweckt hat. 13 Ja, Gott hat euch zusammen mit Christus lebendig gemacht. Ihr wart nämlich tot – tot aufgrund eurer Verfehlungen und wegen eures unbeschnittenen, sündigen Wesens. Doch Gott hat uns alle unsere Verfehlungen vergeben.

[Hier spricht Paulus offensichtlich über die Taufe im heiligen Geist; davon ist die Wassertaufe Symbol.]

Hebräer 6,1-3 (Schreiber und Empfänger des Hebräerbriefes können nicht eindeutig identifiziert werden. Schon Eusebius (gestorben 340 nach Chr.) schrieb: „Wer aber den Brief geschrieben hat, weiß in Wahrheit nur Gott“. Paulus ist nur einer von vielen vermuteten Schreibern. Über die Empfänger weiß man auch nicht mehr als dass es Judenchristen waren. In welcher Gegend diese wohnten, kann nicht eindeutig festgestellt werden.)

1 Weil uns nun aber daran liegt, dass ihr im Glauben erwachsen werdet, wollen wir nicht bei den Anfangslektionen der Botschaft von Christus [Sch2000: „die Anfangsgründe des Wortes von Christus“] stehen bleiben, sondern uns dem zuwenden, was zur Reife im Glauben gehört. Wir wollen nicht von neuem über die Dinge reden, die das Fundament bilden [Sch2000: „nicht nochmals den Grund legen“]: über die Abkehr von Taten, die letztlich zum Tod führen, und über den Glauben an Gott, 2 über die Bedeutung der Taufe im Unterschied zu anderen Waschungen und über die Handauflegung, über die Auferstehung der Toten und über das letzte Gericht mit seinem ewig gültigen Urteil. 3 Nein, wenn Gott es zulässt, wollen wir jetzt weitergehen.

[Die Taufe gehörte zu den Anfangslektionen/Grundlehren.]

1. Petrus 3,21 (Petrus an die „Fremdlinge von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, die auserwählt sind“ (1Pet 1,1; Elb). Damit sind nicht die Juden in der Diaspora gemeint, sondern Christen, die in dieser Welt zerstreut und wie „Fremdlinge“ leben (vergleiche Eph 2,19).

21 welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi (Sch2000)

[Hier soll nicht die Frage erörtert werden, ob die Taufe „rettet“, also heilsrelevant ist. Jedoch geht aus der Stelle hervor, dass die Taufe „das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott“ ist. Jeder Christ möchte vor Gott ein gutes Gewissen haben und sollte sich daher taufen lassen.]


Glaubensgehorsam

Wie die Texte zeigen, war die Wassertaufe für die damaligen Christen eine Selbstverständlichkeit. An dieser allgemeinen Haltung hat sich danach nie etwas geändert.

In Römer 1,5-6 schreibt der Apostel Paulus über Jesus Christus: „Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen für seinen Namen zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen, unter denen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi“ (revElb). Diesen Glaubensgehorsam (griech. hypakoé) gegenüber Christus erwähnt Paulus auch in Römer 16,19: „Denn die Kunde von eurem Gehorsam (hypakoé) ist zu allen gekommen“ (revElb).

Es ist sicher keine Frage, dass ein Christ diesen Glaubensgehorsam gegenüber Christus anstrebt. Dazu gehört auch der Gehorsam gegenüber seinem Gebot, das er mit einer markanten Feststellung einleitete:

„Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. 19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (revElb).


Die weiteren Stellen im Neuen Testament, in denen die Begriffe „Taufe“ (baptisma) oder „taufen“ (baptizo) vorkommen, die aber nichts direkt mit der christlichen Taufe (also der Taufe der Jünger Jesu) zu tun haben, sind:

  • Mt   3,6-7; 3,11; 3,13-14; 3,16; 20,22-23; 21,25
  • Mk   1,4-5; 1,8-9; 6,14; 7,4; 10,38-39; 11,30
  • Lk    3,3; 3,7; 3,12; 3,16; 3,21; 7,29-30; 11,38; 12,50; 20,4
  • Joh  1,25-26; 1,28; 1,31; 1,33; 3,22-23; 3,26; 4,1-2; 10,40
  • Apg 1,5; 1,22; 10,37; 11,16; 13,24; 16,15; 18,25
  • 1Kor 10,2-4; 12,13; 15,29

»Was mich als Atheist vom Glauben überzeugt hat«

Livenet / Charisma News, 21.07.2018

»Was mich als Atheist vom Glauben überzeugt hat«

Drei einfache Schritte
«Ich bekomme jeden Tag Anfragen von Leuten aus der ganzen Welt. Die Frage Nr. 1 ist, wie ich denn überhaupt Christ wurde.» Denn Chris Townsend lebte 26 Jahre als überzeugter Atheist, bevor er Christ wurde. Als er die vielen Anfragen beantwortete, realisierte er, dass hinter seinem Bekehrungsprozess ein klares Muster steckt – mit dem alle etwas anfangen können.

»Was mich als Atheist vom Glauben überzeugt hat« weiterlesen

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