8 Tipps, wie Sie mit Verletzungen in der Kirche umgehen können

Charisma News / Livenet, 09.12.2018

8 Tipps, wie Sie mit Verletzungen in der Kirche umgehen können

Von Leitern verletzt?
Wer von Christen oder gar Gemeindeleitern verletzt wurde, dreht oft nicht nur der Gemeinde, sondern generell der Kirche den Rücken. Warum das ein Fehler ist und was man stattdessen machen sollte, erklärt Journalist und Pastor J. Lee Grady.

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Überall, wo ich hingehe, treffe ich Christen, die in einer Kirche oder durch Worte oder Taten von Leitern verletzt wurden. Manche dieser Menschen sind verbittert, andere haben die Kirche aufgegeben. Manche haben sogar dem Glauben den Rücken gekehrt. Und manche leiden unter einer Art geistlicher posttraumatischer Belastungsstörung. Wenn Sie oder jemand, der Ihnen nahesteht, durch die Kirche verletzt wurde, rate ich zu folgenden Schritten:

1. Vergeben Sie von ganzem Herzen

Der erste Schritt ist immer Vergebung. Tappen Sie nicht in die Falle, Ihr Recht, gekränkt zu sein, zu verteidigen. Vielleicht würden Sie jetzt am liebsten schreien: «Aber Sie verstehen ja gar nicht, was man mir angetan hat!» Gott versteht – aber er verlangt von Ihnen, dass Sie Ihre Verletzung loslassen. Sein Wort ist da ganz deutlich: «Genauso, wie der Herr euch vergeben hat, sollt auch ihr einander vergeben.» (Kolosser, Kapitel 3, Vers 13b)

2. Lernen Sie von den Fehlern der anderen

Ich habe Mentoren, die mir sehr viel über Gott, Leiterschaft und den Dienst gelehrt haben. Aber ich habe auch viel dadurch gelernt, indem ich die Fehler beobachtet habe, die Leiter machen. Wenn jemand, der ein geistliches Amt innehat, Sie verletzt, dann merken Sie sich: «So will ich niemanden behandeln!» Sie können Ihre Enttäuschungen tatsächlich in Segen verwandeln, wenn Sie von ihnen lernen.

3. Bleiben Sie demütig

Stolz gedeiht nur zu gut in bitterer Erde. Wenn Sie Ärger und Verbitterung erlauben, sich in Ihrem Herzen niederzulassen, wird es nicht lange dauern, bis Sie völlig vergiftet sind. Ihr Wunsch, Ihren Standpunkt deutlich zu machen, wird Ihren Ego aufblähen – und Gott wird sich dem widersetzen. Paulus schrieb den Galatern: «Wer sich jedoch einbildet, er sei etwas Besonderes – obwohl er in Wirklichkeit nichts ist –, der belügt sich selbst.» (Galater, Kapitel 6, Vers 3) Lassen Sie nicht zu, dass Sie durch den Fehler eines anderen zu einem Monster werden.

4. Versuchen Sie, Frieden zu schliessen

Lassen Sie nicht zu, dass eine Beleidigung eine Beziehung zerstört. Es ist kindisch, einfach wegzulaufen. Weiss der Leiter oder die Leiterin, wie sehr er oder sie Sie verletzt hat? Machen Sie einen Termin ab und erzählen Sie ihm oder ihr, was Sie auf dem Herzen haben. Geben Sie dem anderen die Chance, sich zu entschuldigen oder zu erklären. Wir haben die Tendenz, die Fehler der anderen zu vergrössern, während wir unser eigenes Verhalten entschuldigen. Es ist niemals klug, eine Beziehung zu beenden, ohne versucht zu haben, sich zu versöhnen. Wenn Sie das Gefühl haben, nicht mit dem anderen reden zu können, weil er Sie einschüchtert, schreiben Sie einen Brief und erklären Sie darin die Situation.

5. Bleiben Sie in Gemeinschaft

Der Teufel ist wie ein Wolf: Er isoliert seine Opfer, bevor er sie angreift. Viele Menschen, die von Gemeindeleitern verletzt wurden, verlassen die Kirche ganz. Es ist in Ordnung, eine kurze Erholpause einzulegen. Aber wenn Sie zwei Monate, dann sechs Monate, dann ein ganzes Jahr ohne die Gemeinschaft mit anderen Christen verbringen, können Sie sich angreifbar machen. Sie können beispielsweise in die Versuchung kommen zu glauben, dass es keine guten Pastoren oder gesunde Gemeinden in Ihrer Gegend gibt – aber ich wette mit Ihnen, dass das nicht stimmt.

6. Suchen Sie biblischen Rat

Es ist nicht ratsam, eine Beziehung zu beenden, ohne mit einem Aussenstehenden gesprochen zu haben. Sie denken vielleicht, dass Sie das Opfer sind, bis ein Freund Sie auf Ihre eigenen schwachen Punkte hinweist. Berichten Sie geistlich reifen Menschen, denen Sie vertrauen, von dem, was passiert ist und fragen Sie, wie Sie reagieren sollten. Wenn das, was der Leiter Ihnen angetan hat, eine Straftat ist (beispielsweise sexueller Missbrauch oder finanzielle Ausbeutung), sollten Sie einen Anwalt aufsuchen. Aber in den meisten Fällen müssen Sie hauptsächlich vergeben und jedem Rachewunsch absagen. Üben Sie das, was in Römer, Kapitel 12, Vers 17a steht: «Vergeltet nicht Böses mit Bösem.»

7. Befreien Sie sich von Manipulation

Unreife Leiter treffen manchmal harsche Urteile über Gemeindeglieder. Andere Leiter missbrauchen ihre Autorität, um das, was sie als Illoyalität wahrnehmen, zu bestrafen – und die betroffene Person fühlt sich verflucht. Solche unangebrachten Worte haben die Macht, Menschen geistlich zu verstümmeln. Wenn Ihnen das passiert ist, bitten Sie einen Pastor oder einen geistlich reifen Freund, für Sie zu beten und die Macht dieser Worte zu brechen, damit Sie Heilung erfahren können.

8. Gehen Sie weiter

Ich habe Christen getroffen, die auch nach 30 Jahren noch denselben Groll hegen. Sie halten ihren Schmerz am Leben, indem sie die Beleidigung immer wieder durchleben. Dadurch ist es, als ob sie in der Zeit stecken geblieben wären und niemand möchte um sie herum sein, weil ihr Sarkasmus so toxisch ist. Sie müssen das loslassen. Sagen Sie das, was Jesus am Kreuz sagte: «Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!» (Lukas, Kapitel 23, Vers 34)

Erlauben Sie nicht, dass die Enttäuschung durch andere Sie in einer unglücklichen Vergangenheit festhält, während Gott eine glückliche Zukunft für Sie bereithält. Lassen Sie Ihren Schmerz und die Beleidigungen am Kreuz – und lassen Sie nicht zu, dass die Fehler anderer Sie davon abhalten, Teil einer gesunden Gemeinde zu sein.

Datum: 09.12.2018
Autor: J. Lee Grady / Rebekka Schmidt
Quelle: Charisma News / Übersetzung: Livenet https://www.livenet.ch/themen/kirche_und_co/christliches_gemeindeleben/337152-8_tipps_wie_sie_mit_verletzungen_in_der_kirche_umgehen_koennen.html
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4 Gedanken zu „8 Tipps, wie Sie mit Verletzungen in der Kirche umgehen können“

  1. Wenn jemand sich verletzt fühlt oder ist durch eine derjenige welche der Führung in der Gemeinde hat, zählen genau so der Christliche Grundsätze als bei diejenige welche nicht der Führung hat.
    Ein ist unsere Führer, König und Hirte…, Yahuscha Ha Machiach (Jesus Christus).
    Doch wirt von derjenige welche in der Gemeinde mehr Verantwortung hat erwartet das er ein gutes Beispiel von Christliche Eigenschaften, liebe und barmherzichkeit aufweist.

    Von wie mehr gegeben wird, wird auch mehr gefragt. Können ein schwerer Beurteilung erwarten.

    Wir sollten der friedenden nachjagen und versuchen müssen mit einander ins Gespräch zu gehen.
    Mit so jemand reden statt über so jemand reden….

    Aus eigene Erfahrung habe ich gemerkt das dies nicht immer funktioniert❗️ Bin letztendlich Exkommuniziert.
    Dar gibt es Gemeinden wo „Hirten“ nicht gut für die Schafe sorgen (siehe zB Hesekiel 34).

    Schau mal wie der religiöse Führung mit Yahuscha (Jesus) umgegangen ist🤔‼️
    Yahuscha warnte diese bösartige hochnäsige Führung ernsthaft. Wenn diese so weiter machen würden drohte ihnen sogar „die zweite Tot“.
    Aus eigene Erfahrung habe ich gemerkt das manche diese Männer überhaupt nicht interressiertsind in Frieden und nicht die Frieden nachjagen…❗️ Wirklich Wölfe in Schafskleider.

    Das diese in christliche Gemeinden auftauchen werden ist vorhergesagt und sieht man auch.

    Wir sollten einander reichlich vergeben……, aber Vergeben ist nicht immer angebracht. Das tut Gott und Christus auch nicht immer, und ist für uns auch nicht immer angebracht und passend.
    Wir sollten uns aber tatsächlich nicht erbittern lassen. Auch darin können wir ein beispiel an Yahuscha nehmen❗️

    http://www.die-vierte-wache.eu/DE/2-vergebung-ohne-wenn-und-aber.html
    LG Aesculap

  2. Lieber Aesculap,

    der Artikel kann auch missverstanden werden. Ich denke nicht, dass gemeint ist, einfach alles zuzudecken oder “Schwamm drüber”. Unter Punkt 4 wird ja dazu ermuntert, das Problem mit dem Verletzer zu besprechen. Falls notwendig, sollte das mit entsprechender Unterstützung durch einen Vertrauten geschehen. In jedem Fall sollte ein klärendes Gespräch stattfinden, dann gibt es auch eine Grundlage zum Vergeben.

    Was nicht gut ist, wäre eine nachtragende Haltung, beleidigt sein, nicht bereit sein, eine Klärung anzustreben und einfach die Flucht zu ergreifen.

    Persönlich meine ich, dass es im Einzelfall sogar Gründe gibt zu vergeben, selbst wenn der Verletzer nicht einsichtig reagiert. “Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun” betete der Sohn Gottes einmal bezüglich Menschen, die wohl auch nicht einsichtig waren. Und in seiner Bergpredigt äußert er einen ähnlichen Grundsatz (Mat 6,14-15). Sicher haben wir alle auch schon uneinsichtig reagiert. Wenn der, den wir in solchen Fällen verletzt haben, nicht nachtragend war, bestand eine gute Grundlage für eine spätere Versöhnung.

    Unter Berücksichtigung dieser Überlegungen betrachte ich den Artikel als Anregung, nicht als verbindliche Richtschnur.

    LG
    Volker

    1. Hallo Völker,
      Es stimmt was du sagst. Es gibt Personen welche „die Gewohnheit“ haben wie ein Elifant durch ein Schrank mit Porzellan zu wandern und es nicht mal scheppern hören.

      Das sind Menschen welche wenig empfinden haben wie Wörter sehr taktlos wirken können und die Gefühle von anderen verletzen, oder in Verlegenheit bringen können.
      Die haben einfach das Feingefühl oder Mitgefühl nicht.
      Ein schwäche oder sogar Behinderung (Syndrom von Asperger zB).
      Diese sind aber kaum geeignet ein Hirten oder Ältester zu sein.
      Doch habe ich verschiedene solche Personen in so ein Ambt tätig gesehen.
      Diese Personen in so ein Ambt wirken eher schädigend und zerstörerisch dann aufbauend.

      Schüchterner Menschen getrauen sich oft nicht sich zu äußern, und könnten einfach wegbleiben.
      Eine Hirte welche seine Schafe kennt, und liebt wird so ein person Dan aufsuchen können.

      Hirten sollten ein gutes christliches Beispiel sein müssen um Hirten oder Älteste werden zu können, und nicht ein gutes Beispiel wie es sich NICHT gehört.
      Das habe ich meistens eher erlebt, und nur relativ wenig Reife Ältesten und Hirten……, Leider. (Hesekiel 34).
      Härte zeigten statt Verständnis und Rücksicht, voreingenommen, und nach Standard Muster handelnd mit Menschen umgehen, und meistens nicht nach biblische grundsätze. Zu schnell (verkehrte) Schlüßfolgerungen ziehen, statt sich erst gründlich von beide Seiten zu informieren. Wenig Ahnung aben von Uhrsache und Wirkung. Sich über der Schafe stellen, statt neben…., usw usw. Meistens helft dar ein Gespräch auch nicht, oder sehr kurzfristig.

      Wenn Christus das Zepter in der Hand genommen hat, erwarte ich dar ein gründliche Änderung.
      Viele Älteste haben immer noch nicht verstanden das sie dar sind um zu dienen, statt gedient zu werden.
      Handeln oft nach eigene Ansichten und „Weisheit“ statt an Hand von Biblische Grundsätze und biblische Referenzen.

      Warum laufen die Kirche noch immer leer. Dieses Wochenende noch ein Artikel darüber (im Niederländisch) gelesen.

      Misbrauch, Korruption und Skandale sind mitunter ein wichtige Grund. Sich mischen mit der Politik, und auch dar nicht durch biblische Grundsätze leiten lassen. Mitmachen mit kriege unw.

      Und Mängel an gute geistige Speise und Biblisches Verständnis.
      Das ist meiner Sicht nach der Grund warum vielen Kirchen der Rücken zukehren.

      LG an alle Leser
      Aesculap.

      1. Lieber Aesculap,

        Du hast Recht mit Deinen Ausführungen. Wenn solche tiefgreifenden Verletzungen stattfinden, sollte wirklich überprüft werden, ob diese Leiter einer Gemeinde im Amt bleiben können. Es handelt sich um die Schafe des Guten Hirten und die müssen respektvoll und liebevoll behandelt werden.

        Wenn es sich aber um weniger gravierednde Fehler handelt, kann sehr wohl so vorgegangen werden wie im Artikel beschrieben.

        Volker

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