Gebet für die Beduinen im Nahen Osten

Livenet / MNN, 28.03.2019

Gebet für die Beduinen im Nahen Osten

Noch unerreicht
Rund 2,6 Millionen Menschen gehören zu beduinischen Völkern des Nahen Ostens, die keinen festen Wohnort haben, sondern ständig mit ihrem Vieh herumziehen. Dementsprechend schwierig ist es, in solchen Gruppen zu evangelisieren oder gar Gemeinden zu gründen. Dabei ist Gebet sehr wichtig.

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Beduine in Süd-Jordanien

 

Immer wieder wird von den «unerreichten Menschengruppen» gesprochen, die noch nie oder kaum vom Evangelium gehört haben. Viele denken dabei an Indianerstämme, die tief im südamerikanischen oder afrikanischen Dschungel oder auf einsamen Inseln des indischen Ozeans leben. Vergessen geht dabei oft eine Gruppe, die in vielen Ländern vertreten ist: die Beduinen.

Schwer zu finden, schwer zu begleiten

Obwohl sie durchaus mit der Zivilisation in Kontakt kommen, haben viele der Beduinen noch nie wirklich die Botschaft von Jesus gehört aus einem einfachen Grund: Hat ein Missionar zu einer Beduinen-Gruppe Kontakt aufgenommen und möchte sie erneut besuchen, sind sie häufig schon weitergezogen. Sie verbringen meist die regnerischen Wintermonate in der Wüste und ziehen in den trockenen Sommermonaten wieder in Landesteile, in denen Landwirtschaft betrieben werden kann. So ist ein durchgehender Kontakt mit ihnen kaum möglich, obwohl sie selbst sehr freundlich und gastfreundlich sind. «Wenn du sie einmal gefunden hast, ist es sehr schwierig, sie wieder zu finden, weil sie dann vermutlich schon mit ihren Schafen und Vieh weitergezogen sind», erklärt Peter (Name geändert) der christlichen Initiative «Cry Out».

Dabei geht es nicht um eine Handvoll von Menschen. Laut dem Joshua Projekt gibt es 2,6 Millionen Beduinen und Peter erklärt, dass sie zehn Prozent der Bevölkerung des Nahen Ostens ausmachen, «es ist eine grosse Gruppe von Menschen».

«Bisher noch kein Durchbruch»

Zudem ist es eine sehr strategische Gruppe für die Evangelisation, denn «wenn sie herumreisen, können sie die gute Nachricht mitnehmen», erklärt Peter. Doch die Beduinen selbst sind sehr eng mit dem Islam verbunden, ein beduinisches Kindermädchen soll den Propheten Mohammed grossgezogen haben. «Wir haben bisher noch keinen Durchbruch bei den Beduinen erlebt.»

«Cry Out» motiviert Christen dazu, für Menschen im Libanon, in Syrien, Jordanien und im Irak zu beten. In diesen Ländern leben viele Beduinen. Deshalb hat das Werk einen 40-tägigen Gebetskalender erstellt, an dem jeden Tag für eine andere Beduinengruppe gebetet wird. Gedacht war der Kalender für die Fastenzeit, aber er kann in jedem Moment des Jahres begonnen werden.

Peter berichtet, dass manche Eltern ihn sogar mit ihren Kindern zusammen benutzen, um ihnen dadurch die Geografie und Kultur des Nahen Ostens nahezubringen. Der Gebetskalender selbst ist allerdings nur auf Englisch erhältlich.


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