Verfolgte Christen haben nach 182 Jahren endlich eigene Bibel

Verfolgte Christen haben nach 182 Jahren endlich eigene Bibel

06.05.2016

Neuartige Übersetzungsmethode
Christen in Südostasien haben erfolgreich die Bibel in ihre Muttersprache übersetzt und können jetzt das Wort Gottes zum ersten Mal in ihrer eigenen Sprache lesen. Seit 182 Jahren hatten sie auf Übersetzer aus dem Westen gewartet. Jetzt können sie sich selbst helfen.

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Missionare brachten diesem Volksstamm – dessen Identität aus Sicherheitsgründen geheim gehalten wird – bereits im Jahr 1834 das Evangelium, aber bis heute gab es noch keine Bibelübersetzung in ihrer Sprache. Durch das mobile Übersetzungs-Unterstützungsprogramm der Wycliffe Associates konnte das Neue Testament nun von Stammesangehörigen weitgehend selbst übersetzt werden. Diese neue Methode ermöglicht es Teams von indigenen Übersetzern, die Bibel in bisher unerreicht kurzer Zeit in ihre Sprache zu übertragen.

«Sie haben Verfolgung ausgehalten. Sie haben dafür gekämpft, ihren jungen Leuten das Evangelium in anderen Sprachen nahezubringen. Seit Generationen hat man ihnen gesagt, dass sie auf die Leute aus dem Westen warten müssen, die die Bibel für sie übersetzen», erklärte Bruce Smith, Präsident von Wycliffe Associates. Die Sprachgruppe in Südostasien war eine der 14 Sprachgruppen weltweit – mit insgesamt 17 Millionen Menschen –, die die Bibel noch nie in ihrer eigenen Sprache gelesen haben.

Kirche übernimmt Verantwortung

Die Übersetzer arbeiteten in Gruppen; zuerst werden die Verse grob übersetzt und dann in fünf Stufen präzisiert und auf Genauigkeit getestet. Bis Ende 2016 wollen die Übersetzer auch das Alte Testament fertigstellen.

«In meinen 30 Jahren in internationaler Missionsarbeit habe ich immer gehört, dass eines Tages das altmodische Missionars-Modell nicht mehr der einzige Weg sein wird, sondern die indigenen Kirchen ihre Verantwortung übernehmen. Heute ist dieser Tag gekommen», sagte Smith. «Christliche Kirchen, die in den 1800er-Jahren von westlichen Missionaren gegründet wurden, haben überlebt – und jetzt können sie die Übersetzung des Wortes Gottes in ihre Sprache in eigener Verantwortung vorantreiben. Es ist nicht zu leugnen: Gott hat etwas Wunderbares in Südostasien vollbracht.»

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