Kundgebung in Deutschland, Gebetstag in den USA

Kundgebung in Deutschland, Gebetstag in den USA

07.04.2016

Verfolgte Christen
Der amerikanische «Family Research Council» ruft zum Gebetstag für verfolgte Christen auf. Zudem organisierte das christliche Werk AVC in Deutschland eine Kundgebung für Glaubensunterdrückte.

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AVC-Kundgebung für Verfolgte Christen vom 26. März in Bochum.

Am 17. April sollen Christen im Gebet für jene einstehen, die wegen ihres Glaubens an Jesus in Irak, Syrien, Libyen, Pakistan und anderen Ländern leiden müssen. An manchen Orten würden Christen nie dagewesene Unterdrückung erleiden; deshalb hat das «Family Research Council» mit Sitz in Washington D.C. einen Gebetstag ins Leben gerufen. In christlichen Gemeinden soll während des Gottesdienstes am 17. April für die Glaubensverfolgten eingestanden werden. Mit dabei sind vier verschiedene Werke, die das Anliegen unterstützen, darunter «Voice of the Martyrs».

Council-Präsident Tony Perkins: «Als wir zu Ostern die Auferstehung von Jesus feierten, wurden Christen in Pakistan angegriffen und wegen ihres Glaubens ermordet.» Die Christen in der freien Welt hätten die Verpflichtung, für jene zu beten, die wegen ihres Glaubens unterdrückt werden.

Weiterer Gebetstag

Steve Oelenberger von «Voice of the Martyrs» zitiert das Lukasevangelium, Kapitel 10, Vers 3, wo die Jünger «wie Lämmer unter die Wölfe» gesendet werden. «Das Böse sucht immer noch, wo es etwas zerstören kann. Doch Jesus lebt! Gebet ist der Weg zum Sieg, und wir haben das Privileg, immer aufstehen zu können und für unsere verfolgte Familie zu beten», so Oelenberger.

Rund um den Globus existiert seit längerem ein weiterer Gebetstag, der im deutschsprachigen Raum unter dem Namen «Sonntag der verfolgten Kirche» bekannt ist. Dieser internationale Tag ist weltweit bekannt als «International Day of Prayer» und wird in diesem Jahr am 20. November durchgeführt.

Demonstration gegen Christenverfolgung

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AVC-Demo: Marsch durch die Bochumer Innenstadt.

Bereits am 26. März 2016 machte AVC – «Aktion für verfolgte Christen und Notleidende» – durch eine Demonstration in Bochum auf das Thema Christenverfolgung aufmerksam. Mit der Veranstaltung setzten die rund 700 Teilnehmer ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen weltweit, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Die Verfolgung sei mittlerweile in Europa und auch in Deutschland angekommen: «So kommt es zum Beispiel in deutschen Flüchtlingsunterkünften immer wieder zur Schikane und Misshandlung christlicher Flüchtlinge», heisst es in der Mitteilung.

Nach einem Marsch durch Bochums Innenstadt sammelten sich die Teilnehmer auf dem Husemannplatz, wo sie unter anderem den Bericht eines ukrainischen Pastors hörten. Dieser erzählte, wie er der Willkür von Bewaffneten ausgesetzt ist, einzig weil er Christ ist. Und zu den Übergriffen in europäischen Flüchtlingsheimen wurde kommentiert: «Diese werden entweder nicht als solche wahrgenommen, bagatellisiert oder in ihrer Tragweite völlig verkannt.»

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