Warum die Geschichte von Gideon in der Bibel steht

Charisma News / Livenet, 06.07.2019

Warum die Geschichte von Gideon in der Bibel steht

In der Höhle verkrochen?
Sie sind Teil einer Gemeinde, hören die Predigten, singen die Lieder, aber melden sich nie freiwillig für irgendeinen Dienst. Warum? Sie haben gute Gründe – und doch ruft Gott sie aus dem Versteck.

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In dieser Höhle soll sich Gideon vor den Midianitern versteckt haben.

 

In einer der dunkelsten Zeiten des alten Israels drangen Midianiter ins Land ein und starteten eine Terror-Kampagne. Alle Israeliten verstecken sich in Höhlen und auf den Bergen. In der Vergangenheit hatten sie erlebt, wie der Herr Wunder tat, um Israel zu retten, aber jetzt verloren sie jeden Glauben.

Begegnung mit dem Engel

Doch dann besuchte der Engel des Herrn einen verängstigten jungen Mann namens Gideon, der sich in einer Mühle versteckte. Gideon vermutete, dass Gott Israel aufgegeben hatte. Er war sicherlich erschrocken, als ihn der Engel grüsste und sagte: «Der Herr steht dir bei, du starker Kämpfer!» (Richter, Kapitel 6, Vers 12b) Vermutlich dachte er, dass der Engel den Falschen angeredet hatte. Kämpfer? Gideon fühlte sich wie ein Weichei. Trotzdem verkündete der Engel, dass Gott Gideon berufen hatte, Israel zu retten – doch Gideon sah sich dafür nicht qualifiziert. Er gab dem Engel mehrere Gründe: «‘Aber wie soll ich Israel denn retten?‘, rief Gideon. ‚Meine Sippe ist die kleinste in Manasse, und ich bin der Jüngste in unserer Familie.‘» (Vers 15b)

Gideon versuchte, der erste Wehrdienstverweigerer der Geschichte zu werden. Doch Gott ignorierte alle seine Ausreden. Und am Ende, nach einer Reihe dramatischer Bestätigungen, raffte sich Gideon zusammen und ging in den Kampf. Mit einer kleinen Gruppe von 300 Soldaten besiegte er durch übernatürliche Hilfe die Midianiter. Die Geschichte zeigt, dass derjenige, der Gott vertraut, viel mächtiger ist als die Mehrheit.

Jede Menge Ausreden

Wo auch immer ich heute hinfahre, beobachte ich, dass sich viele Christen verstecken. Sie gehen vielleicht in die Kirche, hören die Predigten und singen Lobpreislieder mit allen anderen. Aber im Herzen sind sie abwesend, wenn es darum geht, sich aktiv einzubringen. Es sind schüchterne Zuschauer, die darauf warten, dass andere handeln. Sie sind distanziert und glauben nicht, dass Gott sie gebrauchen kann. Genau wie Gideon haben sie jede Menge Ausreden: Ich habe zu viele Fehler gemacht. Ich bin zu alt. Ich bin zu jung. Meine Familiensituation ist chaotisch. Ich bin geschieden. Ich habe keine Ausbildung. Ich kämpfe gegen eine Abhängigkeit. Ich habe zu viele Zweifel. Ich glaube, dass Gott von mir enttäuscht ist…

Gideons Geschichte ist in der Bibel, weil jeder von uns wie er ist. Wir alle haben Probleme zu glauben, dass Gott uns gebrauchen will, um seine Botschaft und Macht in eine gebrochene Welt zu tragen. Und wir stehen alle in der Versuchung, uns in unseren Höhlen zu verstecken. Aber Gott hat seinen Heiligen Geist in fehlerhafte Gefässe gesteckt! Der Apostel Paulus schrieb den Korinthern: «Wir allerdings sind für diesen kostbaren Schatz, der uns anvertraut ist, nur wie zerbrechliche Gefässe, denn es soll deutlich werden, dass die alles überragende Kraft, die in unserem Leben wirksam ist, Gottes Kraft ist und nicht aus uns selbst kommt.» (2. Korinther, Kapitel 4, Vers 7)

Was nun?

Wenn Sie sich bisher versteckt hatten, krabbeln Sie aus der Höhle und machen Sie Folgendes:

1. Lassen Sie Ihre Scham los.
Viele Christen glauben nicht, dass Jesus ihnen wirklich ihre früheren Sünden vergeben hat. Der Teufel liebt es, unsere Sünden immer und immer wieder in unseren Gedanken ablaufen zu lassen, dass wir nur an unsere Verurteilung denken. Sie müssen Gottes Wort glauben: Ihre Sünden wurden abgewaschen und Sie sind vor Gott gerecht gemacht geworden.

2. Schlucken Sie Ihre Angst herunter.
Angst kann lähmen. Es hemmt sie davon, Risiken einzugehen. Aber die Bibel verspricht (in 2. Timotheus, Kapitel 1, Vers 7a): «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben…» Gideon hatte zunächst Angst, aber am Ende wurde er zum Sieger. Diese Veränderung können auch Sie erleben.

3. Hören Sie auf, sich zu disqualifizieren.
Ich habe so viele Christen getroffen, die denken, dass sie nicht zum Team gehören. Sie verstecken sich, setzen sich in der Kirche in die hintersten Reihen und melden sich nie freiwillig für irgendetwas, weil sie glauben, nirgendwo hin zu passen. Merken Sie nicht, dass Gott Spezialist darin ist, Versager zu nehmen und sie erfolgreich zu machen? Wenn er Petrus wiederherstellen kann, der ihn dreimal verleugnete, kann er dann nicht auch Ihre Fehler der Vergangenheit wiedergutmachen?

4. Werden Sie Ihre Bezeichnungen los.
Viele von uns wurden durch vergangene Erlebnisse zur Niederlage vorprogrammiert. Freunde, Lehrer, Chefs oder Angehörige haben Sie vielleicht verachtet, als Mobbingopfer wurde Ihnen vielleicht gesagt, Sie sind dumm, hässlich, verantwortungslos und nutzlos. Aber all diese Menschen haben nicht die Macht, Sie zu definieren. Lassen Sie zu, dass Gott Ihre Wunden heilt.

5. Umarmen Sie die neue Identität.
Nach dem Treffen mit dem Engel erhielt Gideon einen neuen Namen, nämlich «Jerubbaal», das bedeutet «Baal soll sich an ihm rächen» (Richter, Kapitel 6, Vers 32b). Das bedeutet, dass Gideon zur ernsthaften Bedrohung wurde, nachdem er den Götzen Baal niederriss. Aus dem Weichei war ein Kämpfer geworden!

Datum: 06.07.2019
Autor: J. Lee Grady / Rebekka Schmidt
Quelle: Charisma News / Übersetzung und Kürzung: Livenet https://www.livenet.ch/information/bibel/altes_testament_taufrisch/350773-warum_die_geschichte_von_gideon_in_der_bibel_steht.html

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