Japan: Christen sind die einzigen, die noch helfen

Japan: Christen sind die einzigen, die noch helfen

10.03.2017

Sechs Jahre nach Katastrophe
Vor sechs Jahren wurde Japan von der Dreifachkatastrophe heimgesucht. Viele NGOs kamen zu helfen – und verschwanden ebenso schnell wieder. Nur die Christen blieben und helfen heute noch. Und das hinterlässt bleibenden Eindruck: Viele Menschen kommen durch ihr Beispiel aufopfernder Hilfe zum Glauben.

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Super-GAU Fukushima

 

Sechs Jahre ist es her, dass die Welt schockiert nach Japan schaute: Die Dreifachkatastrophe mit Erdbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe forderte im März 2011 Tausende Menschenleben. Sofort reisten unzählige Hilfsorganisationen nach Japan, um die Überlebenden zu unterstützen. Die meisten Organisationen sind heute wieder abgereist, geblieben sind einzig Christen; ausländische Missionare und Hilfsorganisationen, aber auch einheimische Christen und Gemeinden. Doch das Land hat sich noch lange nicht erholt. «Immer noch leben Zehntausende Menschen in vorübergehenden Unterkünften», berichtet Joe Handley vom Missionswerk Asian Access, das sich weiterhin in Japan einsetzt. «Der Ort (in Nähe des Fukushima-Atomkraftwerks) wurde so stark zerstört, dass die Leute vor Ort es sich nicht leisten können, zurück zu ihren Häusern zu gehen und sie wiederaufzubauen.»

Doch die finanzielle Unterstützung der Regierung für viele Bewohner Fukushimas hört in diesem Monat auf, nämlich für diejenigen, die aus Gebieten geflohen sind, die von der Regierung nicht als Evakuierungs-Zone bezeichnet wurden. Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit macht sich breit.

»Herr Christus kommt«
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Joe Handley und seine Frau Vasilka Demitroff Handley vom Missionswerk Asian Access

 

Doch inmitten dieser düsteren Stimmung schenken einheimische und ausländische Christen, welche die Betroffenen eben nicht ihrem Schicksal überlassen haben, Hoffnung. «Wenn christliche Hilfsgruppen ankommen, sagen die Vertriebenen: ‚Herr Christus! Herr Christus kommt!‘, weil sie die Bezeichnung ‚Christen‘ oder andere religiöse Bezeichnungen nicht kennen», erklärt Handley. «Sie sehen einfach, dass diese Leute kommen, die Christus repräsentieren, und nennen sie ‚Herr und Frau Christus‘.»

Erstaunliche Reaktionen

Die Hilfe der Christen aber auch einfach der Fakt, dass die Christen auch nach sechs Jahren weiterhin helfen, spricht die Japaner zutiefst an. Und das wiederum hat Auswirkungen auf das Evangelium: Viele Menschen nehmen Jesus Christus in ihr Leben auf – etwas, das laut Handley für Japan äusserst ungewöhnlich ist. «Man sieht diese Reaktion normalerweise nicht; es ist ein sehr schwieriger Ort, um Menschen für Jesus zu erreichen… Es ist einfach erstaunlich, was Gott dort tut!»

Die Freude im Gesicht

Ein Mann beobachtete die Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation zu Beginn voller Skepsis und Misstrauen. Dann vergingen Monate und Jahre und irgendetwas in dem Mann begann, aufzutauen. Er sah mit an, wie NGOs so schnell wieder verschwanden, wie sie gekommen waren – einzig die Christen blieben. «Dann stellte er noch etwas an diesen Mitarbeitern fest, das anders war als bei anderen», berichtet Handley. «Inmitten der Herausforderungen ihrer Hilfsarbeiten… hatten sie ein Lächeln im Gesicht. Sie waren nicht erschöpft, nicht ausgebrannt. Sie arbeiteten mit einer Freude, die man ihnen ansah und die ihn einfach nur verblüffte.» Bis der Tag kam, an dem er sich sagte: «Ich möchte das haben, was sie haben – möchte auch ein solches Gesicht haben!» Auch sechs Jahre nach der Katastrophe ist Gott noch am Wirken in Japan.

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