Wie Gottes Stimme wieder hörbar wird

Wie Gottes Stimme wieder hörbar wird

23.07.2016

Wenn Angst das Leben bestimmt …
Elia war ein mächtiger Prophet. Doch direkt nach seinem grössten Auftritt läuft er verängstigt davon. Was ist geschehen? Elia hört Gottes Stimme nicht mehr. Auch uns geht es oft so, dass Angst die Führung im Leben übernimmt … Einige Fragen helfen dabei, die Nebengeräusche auszuschalten und wieder Klarheit zu bekommen.

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Elia war wirklich unglaublich. Der Prophet wurde von Gott dazu berufen, König Ahab und dessen grausame Frau Isebel zu korrigieren. Er erlebte viele Wunder in seinem Leben und wurde von Gott auf mächtige Weise genutzt, um dem Volk Israel die Macht Gottes zu zeigen.

Aber auf der anderen Seite war er ein Mensch wie Sie und ich, der, sobald die Situation schwierig wurde, mit einem Mal den Kopf verlor. An einem Punkt in seinem Leben hat er gerade erst Feuer vom Himmel erbeten und die Propheten Baals getötet. Ein unglaublicher Sieg und die Darstellung von Gottes Macht – aber sofort danach ist Elia völlig verängstigt und rennt um sein Leben: «Da schickte Isebel einen Boten zu Elia, der ihm ausrichten sollte: ‚Die Götter sollen mich schwer bestrafen, wenn ich dir nicht heimzahle, was du diesen Propheten angetan hast! Morgen um diese Zeit bist auch du ein toter Mann, das schwöre ich!‘ Da packte Elia die Angst. Er rannte um sein Leben und floh bis nach Beerscheba ganz im Süden Judas. Dort liess er seinen Diener, der ihn bis dahin begleitet hatte, zurück.» (Die Bibel, 1. Könige, Kapitel 19, Verse 2-3)

Eine uralte Geschichte, aber topaktuell

Oft ist es schwierig, den Zugang zu einer so alten Geschichte zu finden, weil sie irgendwie so weit von unserer Realität entfernt ist. Doch diese Reaktion Elias klingt nur zu bekannt. Zunächst ein riesiger Sieg und direkt danach totales Versagen. Wie oft haben wir Menschen beobachtet, die sich an der Spitze befinden, um gleich darauf alles wegzuwerfen? Das geschieht so häufig… Elia steckt in einer Krise. Jetzt, wo das grosse Ereignis vorbei ist, das ihn sein Leben hätte kosten können, weiss er nicht mehr weiter. Er ist ein Mann ohne Mission und das kann bei jemandem mit Elias Persönlichkeit zu einer tiefen Depression führen.

Er hört Gottes Stimme nicht mehr und so kann er nichts weiter tun, als auf die Umstände zu reagieren – und das tut er, indem er verängstigt wegrennt. Doch Angst ist kein guter Führer. Sie bringt dich dazu, alles zu hinterfragen. Es ist eine Reaktion, nicht eine bewusste Entscheidung. Nur wenige weise Entscheidungen werden aus Angst getroffen. Wenn wir Nachfolger Jesu sein wollen, die die Welt verändern, brauchen wir bessere Führer im Leben als die Angst.

Wenn Angst das Leben bestimmt

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Wenn Angst und Sorgen das Leben bestimmen …

Manchmal werden unsere Träume, unsere Lebensziele oder sogar die Dinge, die Gott uns einmal gesagt hat, zu unserem Idol. Und wenn diese Träume sich nicht erfüllen, fühlen wir uns wie Elia: auf den Boden geprallt. Das Problem ist: Inmitten des Schmerzes der verlorenen Träume haben wir vergessen, wie man Gottes Stimme hört und haben vielmehr der Angst erlaubt, einen bestimmenden Platz in unserem Leben einzunehmen. Doch wir müssen lernen, wie man Gottes Stimme wieder hört, damit wir in die Zukunft voran gehen können.

Denn Gott redet weiter mit uns, aber unsere Angst hat unsere Fähigkeit, ihn zu hören, gehemmt. Für mich waren dabei in der Vergangenheit eine Reihe von Fragen hilfreich, denn sie unterstützen mich darin, die Nebengeräusche auszuschalten und Gottes Stimme für mein Leben, meine Familie und meine Zukunft zu hören. Es sind folgende Fragen:

  1. Stoppen Sie die Nebengeräusche.
    Sie werden nichts hören können, bis dass Sie nicht die Geräusche in Ihrem Leben abstellen und wirklich hören. Wir leben in einer informationsüberfluteten Welt und so ist es notwendig, die Nebengeräusche auszuschalten, um die Stimme des Führers zu hören.
  2. Fragen Sie sich: «Was ist eigentlich los?»
    Das bedeutet, wirklich ehrlich über die Situation zu werden. Gehen Sie einen Schritt zurück und werden Sie ganz ehrlich mit sich selbst. Was ist derzeit los? Was sind die entscheidenden Faktoren, die ich in diesem Moment erkennen muss? Wenn wir die Realität völlig klar erkennen, kann dies helfen, die Angst zu verwischen. Mache ich vielleicht mehr aus der Sache, als es in Wirklichkeit ist?
  3. Was fühle ich?
    Meine Emotionen zeigen mir, was in mir los ist. Ich kann sie nicht ignorieren, aber ich kann auch nicht zulassen, dass sie über meine Entscheidungen bestimmen. Was sagen mir meine Gefühle? Normalerweise zeigen sie uns, welche Kernwerte unseres Lebens betroffen sind. Je stärker die Emotion, desto stärker wurde der Kernwert beeinflusst. Ein Freund sagte mir einmal: Emotionen dürfen einen Sitz im Bus haben, aber wir dürfen ihnen nicht erlauben, den Bus zu lenken.
  4. Was ist wirklich wahr?
    Dies geht deutlich weiter als die «Fakten» der Situation. Es geht vielmehr darum, die Wahrheit zu entschlüsseln. Was ist in dieser Situation über mich wahr? Was stimmt im Bezug auf Gott? In diesem Moment bitten Sie den Heiligen Geist, dass er Ihre Gedanken erhellt und der Wahrheit erlaubt, Ihren Geist zu durchfluten. Wo glaube ich vielleicht eine Lüge? Was ist die Wahrheit, die mich frei machen wird?
  5. Was mache ich jetzt?
    Sobald ich ein klares Bild darüber habe, was derzeit los ist, kann ich beginnen, Gott zu fragen, was ich nun tun soll. Und an diesem Punkt hören wir Gottes Stimme, die zu uns spricht. Das ist die Entrümplungs-Zone. Dies ist der Ort der Klarheit.
  6. Stellen Sie sich wieder auf die Gegenwart ein.
    Nachdem ich vom Führer und Leiter gehört habe, der in mir wohnt, kann ich mich wieder in den Prozess einklinken. Viele Menschen erreichen diesen Punkt nie. Vielleicht erhalten sie Klarheit und Verständnis über die Situation, aber sie schaffen es nicht, es auf ihr Leben anzuwenden, sobald alles gesagt und getan ist.

In der Bibel, Sprüche Kapitel 29, Vers 18 steht: «Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet!» Die oben erwähnten Fragen helfen uns, «auf die Weisung zu achten». Sie helfen uns, die Nebengeräusche auszuschalten, Gottes Stimme zu hören und die Perspektive und Klarheit zu bekommen, die wir brauchen, um jegliche Herausforderung anzunehmen. Dadurch wird natürlich nicht gleich alles geregelt, aber es ist ein hilfreiches Tool, um uns darin zu unterstützen, klar zu sehen und zu hören.

Dieser Artikel wurde von Livenet übersetzt und gekürzt. Zum Originalartikel geht es hier.

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