»Ohne Gott ist alles traurig«

»Ohne Gott ist alles traurig«

05.04.2016

Regisseur Woody Allen
Erfolgs-Regisseur Woody Allen ist überzeugter Atheist. Doch er bezeichnet ein Leben ohne Gott als hoffnungslos und traurig. In einem Interview sprach der Filmemacher über seine Weltanschauung.

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Woody Allen

«Ich bin strikter Atheist, ein Ungläubiger», sagte Woody Allen gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Auch wenn viele versucht hätten, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Wie zum Beispiel der Evangelist Billy Graham, mit dem Allen einmal in einer Talkshow über den Glauben diskutierte.

Graham habe gesagt: Selbst «wenn es keinen Gott gibt, werde ich trotzdem das bessere Leben gehabt haben, weil ich glücklicher mit meinem Glauben war». Woody Allen dazu: «Damit hat er wohl recht gehabt.» Er selbst führe ein «trauriges Leben ohne Hoffnung, furchterregend und düster, ohne Ziel oder jegliche Bedeutung», so der Regisseur.

Wenn alles Zufall ist, gibt es keinen Sinn

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Woody Allen

Wenn man nicht an einen Gott glauben kann, so der Filmemacher weiter, würden Menschen ohne Grund geboren, die Menschheit werde alle hundert Jahre ausgetauscht und irgendwann gebe es auch das Universum nicht mehr.

Glücklich sei er mit dieser Weltanschauung aber nicht: «Ich wünschte, ich läge falsch», so Allen. «Was immer wir tun zu Lebzeiten, ist am Ende eine sinnlose Illusion, weil nichts von Bestand sein wird. Gar nichts.» Das sage ihm der gesunde Menschenverstand. Das Universum sei nur zufällig entstanden und werde «wieder ins Nichts verschwinden».

Dass das Leben ohne Gott ein Leben ohne Hoffnung ist, gibt er eigentlich nicht gerne zu. Zu Hause gebe er der Familie zuliebe manchmal sogar den Optimisten. «Wenn meine Frau mal seufzt, dass das Leben kurz und traurig ist, dann bin ich es, der sagt, dass sie nicht albern sein soll. Dass es viel Wundervolles zu erleben gibt. Aber tief in meinem Herzen spiele ich ihr etwas vor», gibt Woody Allen zu.

Die eigene Überzeugung in Frage stellen

Es ist nicht bewiesen, dass es Gott nicht gibt. Die Chancen stehen also 50 zu 50, dass hinter dem Leben doch etwas Grösseres steht. Dass der Mensch kein Zufallsprodukt ist. Dass Gott real ist. Und dass es Hoffnung gibt.

Bei einer so hohen Wahrscheinlichkeit, lohnt es sich, die eigenen Überzeugungen gelegentlich zu überprüfen. Wenn es einen Gott gibt, dann muss es die Möglichkeit geben, ihn erkennen zu können. Fragen Sie nach Gott. Fordern Sie ihn heraus: «Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann zeig dich. Zeig mir wer du bist. Und wie du bist.» Es ist ein Versuch, der nicht schaden, aber viel verändern kann…

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