Wachstum um mehrere Prozent … nur weil alle an einem Tag mitmachen

Livenet, 01.05.2019

Wachstum um mehrere Prozent … nur weil alle an einem Tag mitmachen

Weltweiter Evangelisationstag
Der Global Outreach Day (G.O.D.) steht vor der Tür: Am 25. Mai 2019 gehen weltweit Millionen Christen auf die Strasse, um ihren Glauben zu bezeugen. Auf einer Vortragstournee durch die Schweiz berichtet Alfredo Vallellanes, Leiter der Bibelliga von Puerto Rico,
über die Auswirkungen des G.O.D. in seiner Heimat und in Kuba – morgen zum Beispiel während eines Frühstücks in Zürich.

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Beat Baumann (links) und Alfredo Vallellanes berichten über den G.O.D.

 

«Einmal im Jahr geht jeder raus und teilt das Evangelium mit seinen Mitmenschen», ermutigt Beat Baumann, internationaler Koordinator des «Global Outreach Day» (G.O.D.). «Die Betonung liegt auf Jeder! Auch die scheuste ‘Coach-Potato’ eines Christen kommt einmal im Jahr raus.»

Und weiter: «Auch Weihnachten hat jemand zu feiern begonnen, heute machen es alle. Nun soll jeder Christ am letzten Samstag im Mai dies zumindest einmal pro Jahr tun», ermutigte Baumann beim heutigen G.O.D.-Infotreffen in Burgdorf (BE). In den letzten Jahren hat diese weltweite Evangelisationsbewegung vieles bewirkt.

«Zum ersten Mal betete Gemeinde mit Menschen»

Weltweit würden nur etwa fünf Prozent der Christen ihren Glauben an andere weitergeben, erklärte Baumann. Durch den G.O.D. wird der Leib Christi mehr und mehr mobilisiert.

«In Kenia ging eine Gemeinde nach dem Gottesdienst raus. Es waren 300 Leute. Ihr Pastor sagte: ‘Es ist so schön, zum ersten Mal betet meine Gemeinde mit anderen Menschen.’ 23 Personen entschieden sich für den christlichen Glauben, weil diese Gemeinde rausging.»

Bei diesem Outreach wurde an die Tür einer Frau geklopft, die ganz verschlafen öffnete. Sie wurde zum nächsten Gottesdienst eingeladen. Sie sagte: «Darf ich dabei sein? Ich hatte bisher die Musik gehört und dachte, dass es nur privat ist.» Die Frau ist inzwischen getauft worden und ein frohes Mitglied der Gemeinde.

Neun neue Christen pro Gemeinde getauft
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Beat Baumann

 

Beispiele wie diese sind aus aller Welt zu vernehmen. Gemeinden aus Mexiko oder Puerto Rico machten ebenfalls mit. In Puerto Rico wurden 29’000 neue Christen getauft. «Dies ergibt pro Gemeinde, die mitmachte, etwa neun Personen», wie Beat Baumann berechnet hat. «Und das nur, weil an einem einzigen Tag die ganzen Gemeinden rausgingen.»

Daraus sei eine Bewegung entstanden. «Wir besuchen jeweils die Schlüsselleiter in einem Land. Diese orientieren ihre Gemeindeverbände und diese wiederum die einzelnen Leiter, welche dann die Christen in ihrer Gemeinde mobilisieren.»

Im kommenden Jahr 2020 sei das Ziel, dass 100 Millionen Menschen mitmachen, «dabei wird das Schweizer Produkt ‘The Four’ von ‘Campus für Christus’ weltweit zum Einsatz kommen. Wir hoffen, dass im Oktober weltweit fünf Millionen Menschen getauft werden können. Das geht nur durch den einzelnen Christen, der mitmacht. Es ist eines der grössten Missions-Projekte der Geschichte. Grosse Verbände wie ‘Campus für Christus’ und die Weltweite Evangelische Allianz machen mit.»

«Wenn es gelingt, dann gehört Gott die Ehre»

«Der Schlüssel heisst Kooperation», analysierte Alfredo Vallellanes. «Vor fünf Jahren kam der Global Outreach Day in der Karibik an.» Die Idee kam zuerst in die Dominikanische Republik und noch im gleichen Jahr wurde er auch in Puerto Rico und unter spanischsprachigen Menschen in Florida durchgeführt. «Im zweiten Jahr wuchs die Bewegung.» Ebenso bei jeder weiteren Ausgabe.

«In Kuba beteten die Christen schon früh. Der Einsatz dauerte von morgens um 6 bis abends um 20 Uhr. Junge und Alte machten mit. Jeder Christ soll in der Mission mitmachen. Die Offenheit war gross. Viele waren berührt von der Botschaft. Manche der Angesprochenen luden Jesus direkt auf der Strasse in ihr Leben ein. Jedes Traktat wurde von mindestens einer Person gelesen.»

Papier, das hilft
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Beat Baumann (links) und Alfredo Vallellanes (rechts)

 

«Warum nehmen sie diese Literatur in Kuba so gern entgegen?», fragte Alfredo Vallellanes die Besucher am Info-Anlass in Burgdorf. «Wegen der Qualität, der Farben und der Botschaft. Wenn die Leute in Kuba etwas aus Papier erhalten, dann ist es nur schwarz-weiss. Zeitungen erscheinen nur zweimal pro Woche, weil zu wenig Papier vorhanden ist.»

Er erinnerte sich an einen Outreach, wo eines der Traktate von Tür zu Tür verteilt wurde. «Es gab Leute, die keines erhalten hatten, weil sie nicht daheim waren. Sie haben die Pastoren angerufen, ob sie auch so eines bekommen können, da sie ausgelassen worden seien. In einer Gemeinde gingen 30 Leute am Samstag raus. Am Sonntag kamen 30 Besucher in die Gemeinde.»

Puerto Rico – Einsatz nach Hurrikan

Im vergangenen Jahr wurde Puerto Rico von einem schlimmen Wirbelsturm getroffen. Alfredo Vallellanos war vor Ort: «Über eine Woche lang hatten die Menschen keinen Strom. Leute in den Spitälern starben. Flugzeuge konnten nicht starten und landen. Fernsehen und Kommunikation wie Handys funktionierten nicht mehr.» Über 250’000 Häuser waren zerstört worden. «Es war, als hätte ein Krieg getobt! Kein Wasser, keine Nahrung, kein Licht», erinnert sich Vallellanes sichtlich bewegt; auch seine Familie war betroffen.

«Drei Millionen Personen waren in einer Krise, die das ganze Land betraf. Aber, Gott sei Dank, hatten wir evangelistisches Material. Die Leute brauchen Hoffnung. Selbst die härteste und verschlossenste Person öffnet sich und sucht in einer solchen Situation nach Gott. Wir konnten viele Schriften weitergeben mit der Hoffnungsbotschaft.»

Hoffnungsbotschaft auch in der Schweiz
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Ein gutes Verteiltool in der Schweiz könnten regionale Zeitungen wie die Regio-Zeitung «Hope Emmental» sein, berichtet Florian Wüthrich, Chefredaktor von Livenet. Die Zeitung sei vor Ostern in über 50’000 Haushalte in der Region verteilt worden. Dass die Regio-Zeitung von vielen Menschen angeschaut wurde, zeigt die Reaktion auf einen Wettbewerb: «Bis heute sind 824 Einsendungen eingegangen. Bei einem Quiz, für das man sich rund 20 Minuten Zeit nehmen muss, ist das ein guter Wert.»

Zur Webseite:
Global Outreach Day (G.O.D.)

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