Die Welt sehnt sich nach Frieden

Livenet, 02.01.2019

Die Welt sehnt sich nach Frieden

Suchen und Nachjagen
»Suche Frieden und jage ihm nach!« (Psalm 34, Vers 15b) Eine einfach klingende Aufforderung. Doch wie soll das konkret gelebt werden? Als erstes ist klar, dass die Flucht vor Konflikten nicht das selbe ist wie das Suchen von Frieden.

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Manche harmoniebedürftige Menschen gehen Konflikten auf jede nur erdenkliche Weise aus dem Weg. Wenn Spannungen aufkommen, ziehen sie sich zurück und wenn es mal etwas lauter wird, suchen sie das Weite. Sie glauben, dass Frieden einkehrt, wenn sie Konflikten aus dem Weg gehen. Aber: Auf der Flucht findet sich kein Friede. Stets auf der Hut zu sein, ja niemandem zu nahe zu treten, ist anstrengend. Viele Harmoniebedürftige sind getrieben von der Angst vor zwischenmenschlichen Problemen.

Frieden kann nicht erzwungen werden

Es gibt einen grossen Unterschied zwischen dem Suchen von Frieden und dem Meiden von Konflikten. Letzteres führt zu Passivität und nicht selten zu innerer Zerrissenheit. Spannungsfelder lassen sich weder durch Ignorieren, noch durch Unter-den-Teppich-kehren aufheben. Frieden suchen ist keine passive Lebenshaltung, sondern ein aktives Handeln. Psalm 34, Vers 15 fordert aber nicht nur dazu auf, Frieden zu suchen, sondern diesem nachzujagen. Somit ist nicht nur aktives Handeln, sondern engagierter Einsatz und Zielstrebigkeit gefragt.

Obwohl jedem klar sein sollte, dass mit Druck oder Gewalt kein Friede erlangt werden kann, versuchen viele genau dies immer wieder. Solche Bemühungen enden im Extremfall in Kriegen. Die Bereitschaft, sich für Frieden einzusetzen ist also nicht genug, es braucht auch die nötige Weisheit, dies sinnvoll zu tun.

Wahrer Friede beginnt im Herzen

Frieden zu bringen ist unmöglich, solange man verletzt oder bitter ist. Innere Ruhelosigkeit ist genauso hinderlich wie Unversöhnlichkeit oder Arroganz. Bevor wir den Frieden in äusseren Umständen herbeiführen, müssen wir in unserem Innern Frieden finden. Dieser findet sich einzig und allein in einer lebendigen Beziehung mit Gott, nur in seiner Gegenwart kommt das menschliche Herz wirklich zur Ruhe. Es entsteht eine tiefe innere Zufriedenheit, die Ausgangslage für ein Leben, welches Frieden stiftet.

Dem Frieden nachjagen

Nachdem göttlicher Frieden gefunden worden ist, gibt es vieles, das uns wieder daraus herausreissen will. Stress am Arbeitsplatz, vereinnahmende Beziehungen, gesundheitliche Probleme, unverhältnismässiger Umgang mit Internet und Social Media; die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Es gilt, all diesen Dingen den rechten Stellenwert zu geben und sich zu erinnern, dass es nichts Wichtigeres gibt als mit dem allmächtigen Gott im Reinen zu sein und sich an der Gemeinschaft mit Jesus Christus zu freuen.

Sich auf das Wesentliche besinnen, sich von Störendem zu trennen und Gottes Gegenwart zu suchen – darin liegt das Jagen nach echtem Frieden.

Handeln als Friedensstifter

Wer in Frieden mit Gott lebt, dessen Leben wird Wirkung erzielen. Dieser Mensch ist ein Friedensstifter. Für ihn ist es selbstverständlich, seinen Mitmenschen zu vergeben. Er hat auch kein Interesse, den Ruf seiner Mitmenschen in den Dreck zu ziehen. Viel lieber nimmt er eine wohlwollende Haltung gegenüber anderen ein und versucht genau denjenigen etwas Gutes zu tun, die ihm Schaden zugefügt haben – er hat nämlich gelernt, dass auf diese Weise Gottes Frieden in ihm bewahrt bleibt.

Friedensstifter freuen sich, wenn andere sich versöhnen und leidet, wenn Freunde und Bekannte von Konflikten, Bitterkeit und Unversöhnlichkeit zerfressen werden. Die Kraft des Gebets ist ihm bewusst, was ihn immer wieder zum Beten bewegt. Begeistert vom Vorrecht, tiefe Gemeinschaft mit Gott zu erleben, gibt es für ihn auch nichts besseres, als anderen Jesus schmackhaft zu machen.

Egal mit welchen Worten wir es beschreiben, letztlich sehnt sich jeder Mensch danach, in dieser Welt einen Unterschied zu machen. Die meisten kennen aber das Gefühl, dabei kläglich zu versagen. Bei einigen führt dies zu Frustration und bei anderen zu einem höheren Mass an Engagement. Letztlich ist aber immer eines das Wesentliche: in Jesus Christus echten Frieden zu finden!

Möge 2019 ein Jahr werden, in dem Christen den Frieden Gottes suchen, mit aller Kraft bewahren und in diese Welt hinaustragen.

Datum: 02.01.2019
Autor: Markus Richner-Mai
Quelle: Livenet https://www.livenet.ch/themen/glaube/glaube/338333-die_welt_sehnt_sich_nach_frieden.html
Die Inhalte aus zitierten Quellen geben nicht die Meinung von PROSKYNEO.org wieder, sondern dienen ausschließlich der Informationsvermittlung.

 

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