„Aus biblischer Sicht“ – Der neue Bund

„Aus biblischer Sicht“ – Der neue Bund

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Arbeitsblätter zum Erarbeiten von Glaubensthemen anhand von Bibeltexten und Fragen zum Nachdenken

1. Das Volk Gottes und sein Verhältnis zu Gott

 3. Mose 26,11-13

Wer war ursprünglich Gottes Volk?

2. Mose 19,3-9

Vers 5: Welche Verpflichtung ging das Volk Gottes damals ein? (Vergleiche Heb 9,1)

Vers 6: Was sollten sie als Gesamtheit werden?

Vers 7-9: Welche Rolle spielte Moses? (Vergleiche Gal 3,19; Heb 9,18-22)

 2. Eine neue Grundlage für das Verhältnis zu Gott

Jeremia 31,31-34

Vers 31: Was sollte sich Jahrhunderte später ändern?

Vers 33: Wie würde Gottes Volk dann auf seine Gebote reagieren? (Vergleiche Hes 36,26-27)

Vers 34: Was wäre die Folge des Neuen Bundes?

Hebräer 8,6-13

Vers 6: Welche Rolle spielte Jesus?

Vers 13: Welche Auswirkung hatte der Neue Bund für den alten? (Vergleiche Heb 10,1-4)

Hebräer 9,11-28

Vers 11-12: Wann/durch wen wurde der Neue Bund Wirklichkeit?

Vers 15: Welche Rolle spielte Jesus? (Vergleiche oben (Heb 8,6); 1Tim 2,5)

Vers 25: Wie oft mussten unter dem alten Bund Opfer dargebracht werden?

Vers 26-28: Was war unter dem Neuen Bund anders?

 3. Inwiefern sich das Verhältnis zu Gott änderte

 Hebräer 10,1-22

Vers 12, 14: Welche Auswirkung hatte das Opfer Jesu?

Vers 15-18: Wovon ist die Sündenvergebung durch Christus abhängig?

Welche Folgen hätte es für einen Christen, wenn er nicht im Neuen Bund wäre?

Vers 19-22: Welche positiven Auswirkungen hat die Sündenvergebung bereits heute? Trifft das auch auf jemanden zu, der nicht im Neuen Bund ist?

Lukas 22,19-20

Wann wurde der Neue Bund in Kraft gesetzt? (Vergleiche 1Kor 11,25)

Matthäus 26,27-28

Was bewirkte gemäß Jesus das Blut, das durch den Wein versinnbildlicht wurde? (Siehe auch Mar 14,23-24)

4. Wer ist das christliche Volk Gottes („Israel“; vergl. Jeremia 31,31.33)?

Römer 2,28-29

Was zeichnet einen „Juden“ im christlichen Sinn aus?

Römer 9,6

Ist die natürliche Abstammung ausschlaggebend?

Römer 9,22-26

Wer sollte schließlich das „Volk Gottes“ bilden? (Siehe auch Gal 6,16)

5. Ein Vorbild des Abendmahls

1. Korinther 5,7

Wodurch wurde das Opfer Jesu/das Abendmahl vorgeschattet?

2. Mose 6,6

Wovon wurde das Volk Israel befreit?

Wovon werden Christen befreit? (Vergleiche Röm 3,23-26; 6,22-23; Kol 1,13-14; Heb 2,14-15)

2. Mose 12,1-27

Was sollte an jedem 14. Nisan getan werden? (Vers 14, 17)

Wer war verpflichtet teilzunehmen? (Vers 3-4, 24, 43-44, 47)

Was war die Voraussetzung für die Teilnahme? (Vers 44, 48-49)

Wenn die die am „Herzen“ beschnittenen heute Gottes Volk bilden (Röm 2,28-29), wer sollte dann am Abendmahl teilnehmen?
6. Der Neue Bund und seine Folgen

Jeremia 31,33 ⇒ 2. Korinther 6,16.18

In welches neue Verhältnis zu Gott bringt der Neue Bund Christen?

Johannes 1,12-13; 1. Johannes 5,1-2

Wie wird man ein Kind Gottes?

2. Korinther 3,4-6

Welche weitere Bedeutung hat der Neue Bund für Christen?

2. Korinther 5,18-20

Was ist Bestandteil des ‚Dienstes des neuen Bundes‘?


Alle Bibeltexte mit Bezugnahmen auf den Neuen Bund:

Jer 31,31-43; Mat 26,27-28; Mar 14,24; Luk 22,20; 1. Kor 11,25; 2. Kor 3,6; Heb 8,7-13; 9,15; 10,15-17.29; 12,24

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2 Gedanken zu „„Aus biblischer Sicht“ – Der neue Bund“

  1. Bei Jeremia 31:31-34 ist mir aufgefallen, dass zwar der Bund erneuert wird aber das Volk bleibt gleich. Müssen wir nicht daraus schließen, dass auch der hier erwähnte Bund hauptsächlich Israel gilt und nicht der Gemeinde?

    In Galater 3 könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Gemeinde unter dem „Abraham-Bund“ steht und nichts mit dem „Mosaischen-Bund“ zu tun hat. Da aber der von Jeremia erwähnte Bund den „Mosaischen-Bund“ ablöst, ist es für mich schwer zu glauben, dass Jeremia 31 :31-34 auf die Gemeinde Anwendung finden kann.

    Beim Evangelium des Paulus geht es im Schwerpunkt um den Leib Christi (Epheser 3:1-12). Eine Thematik die erst durch Paulus verkündigt wurde (Röm. 16:25-26). Im AT gibt es keinen Hinweis, dass der Christus aus Haupt und Leib bestehen sollte. Wie kann dann Jeremia 31:31-34 ein Hinweis auf die Gemeinde sein?
    Die Gemeinde hat auf der Grundlage von Golgatha jetzt schon die Erlösung erhalten. Israel wird im Millennium durch den „Neuen Bund“ auch erlöst werden. Aber auch der „Neue Bund“ basiert auf Golgatha. Deswegen sagt JHWH, dass er aktiv (ich werde) werden wird, weil kein Mensch es aus eigener Kraft schaffen kann.

    Gerardino

    1. Am Ende des Arbeitsblatts sind alle Bibeltexte aufgelistet, in denen auf den verheißenen neuen Bund Bezug genommen wird. Darunter befindet sich 1. Korinther 11. In den Versen 20 bis 34 nimmt Paulus Bezug auf die Durchführung des Abendmahls in der Korinther Gemeinde.

      In Vers 25 zitiert er Jesu Worte „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!“ (Schlachter2000). Gemäß Vers 26 fügt Paulus hinzu: „Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ Das zeigt, dass die Korinther Christengemeinde das Abendmahl gefeiert hat und alle den Kelch, der „der neue Bund in meinem [Jesu] Blut“ ist, getrunken haben.

      Nun waren die Korinther vermutlich mehrheitlich keine Israeliten; aber sie waren gemäß dieser Beschreibung im neuen Bund. In den Versen 27 bis 29 erwähnt Paulus mehrfach den „Kelch des Herrn“, das „Blut des Herrn“ und den „Leib des Herrn“, wodurch er die unmittelbare Verknüpfung zwischen dem Herrn Jesus, dem Kelch (Blut) und dem neuen Bund zum Ausdruck bringt.

      Auch in seinem 2. Brief an die Korinther Gemeinde (Kapitel 3) nimmt der Apostel auf den neuen Bund Bezug. In Vers 3 schreibt er an die Gemeinde (einschließlich der Nichtjuden): „Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, […] geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.“ Die letzten Worte erinnern stark an Jeremia 31,33, wo genau das mit dem neuen Bund in Verbindung gebracht wird. (Vermutlich zitiert Paulus wohl aus Hesekiel 36,26, wo der neue Bund zwar nicht erwähnt, jedoch der gleiche Vorgang beschrieben wird.)

      In 2. Korinther 3,6 bezeichnet Paulus sich und Timotheus (die Absender des Briefes) als „Diener des neuen Bundes“ – ein Dienst, den sie an der Korinther Gemeinde (nicht nur an Juden) verrichtet haben.

      In Vers 7 bezeichnet er den alten Bund, den Moses vermittelt hatte, als „Dienst des Todes“. In Vers 8 stellt er dem den „Dienst des Geistes“ gegenüber, der „von weit größerer Herrlichkeit“ wäre. In den folgenden Versen setzt er diese Herrlichkeit wiederholt in den Gegensatz zum Tod, zur Verdammnis. Die Verdammnis verbindet er mit dem alten Bund, die Herrlichkeit mit dem neuen. Gemäß Vers 14 und 15 dringt das Evangelium des Herrn Jesus nicht zum Herzen der Juden (der „Kinder Israels“, Vers 13) durch. „Sobald es [Israel] sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen“ (Vers 16).

      Als Höhepunkt seines Vergleiches des alten Bundes mit dem neuen beendet Paulus das Kapitel mit den Worten: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn“ (Vers 18). Mit den Worten „Wir alle aber“ spricht er nicht mehr nur von sich und Timotheus, sondern auch von allen Korinther Christen. Das heißt, sie alle genießen die Herrlichkeit des neuen Bundes.

      Schließlich nimmt der Hebräerbrief in den Kapiteln 9 und 10 noch einmal auf den neuen Bund Bezug. In 9,15 wird Jesus als „Mittler eines neuen Bundes“ bezeichnet, der von Übertretungen (Sünden) erlöst. Damit sind zwar auch die Übertretungen der Juden gegen die Bestimmungen des alten Bundes gemeint. Aber nicht nur diese. In Vers 24 vergleicht der Schreiber Jesu Rückkehr in den Himmel mit dem Eintreten des jüdischen Hohenpriesters in das Allerheiligste im Tempel (oder in der Stiftshütte). In Vers 26 heißt es dann über Jesus: „Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.“ Dieses Opfer zur Sühnung der Sünden hat Jesus nicht nur für Israel dargebracht, sondern für die „ganze Welt“ (1. Johannes 2,1).

      Das bedeutet, dass alles was Jesus als der große Hohepriester durch sein Opfer bewirkt hat, eine Entsprechung in Israel hatte gemäß dem alten Bund. So begrenzt die Sündensühnung unter dem alten Bund war, so umfassend ist die Auswirkung der Sündentilgung durch den neuen Bund.

      Ich bemerke gerade, dass in der Auflistung aller Texte am Ende des Arbeitsblatts, die auf den neuen Bund Bezug nehmen, mindestens einer fehlt: Hebräer 10,15-17.29 (Habe ich inzwischen ergänzt.). Was der Schreiber anschließend in 10,18-25 beschreibt, bezieht sich auf die Christengemeinde, nicht auf die Gemeinde Israel: Sündenvergebung (Vers 18), Eingang in das (himmlische) Eigentum (Vers 19), Befreiung vom bösen Gewissen (Vers 22), eifriges Zusammenkommen in der Christengemeinde (Vers 24, 25).

      Wie ist dann die prophetische Äußerung in Jeremia 31,31 zu verstehen, ich werde „mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen“? In anbetracht der universellen Auswirkungen des neuen Bundes können damit nach meinem Verständnis nur „sinnbildliche Juden“ gemeint sein, so wie Paulus es formulierte: „Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist; auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung [geschieht] am Herzen, im Geist, nicht dem Buchstaben nach. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott“ (Römer 2,28-29).

      Volker

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