Verfolgt wegen seines Glaubens – mitten in den USA

Verfolgt wegen seines Glaubens – mitten in den USA

19.06.2016

Flucht vor den »Bloods«
Wenn man einen «frischgebackenen» Christen kennenlernt, erwartet man, dass er feurig an die Arbeit geht und sich 100 Prozent in die Beziehung mit Jesus stürzt. Bei David ist das ganz anders – wenige Monate nach seiner Bekehrung verschwindet er von der Bildfläche. Doch die Gründe, die sein Mentor Ryan später erfährt, sind alles andere als einfach …

Zoom
Eine Strassengang in den USA

Ryan erinnert sich noch gut an sein erstes Gespräch mit David auf den Strassen von Houston, Texas. Ryan wartete dort auf seinen Bruder und sprach den jungen David an. Als der Pastor Ryan ihm direkt von Jesus erzählte, stellte sich heraus, dass David bereits Christ war. Die beiden freundeten sich an und bald darauf unterstützte David den Pastor darin, in der Nachbarschaft zu evangelisieren. Sie starteten sogar eine kleine Gemeinde in der Wohnung eines Hochhauses ganz in der Nähe für Menschen, die nie einen Fuss in eine Kirche setzen würden, und David wuchs in seiner Beziehung zu Gott.

Plötzlich verschwunden

Doch mit einem Mal war David verschwunden. Wochenlang hörte Ryan nichts von ihm. David ging weder ans Telefon, noch war er bei sich zuhause anzutreffen. Ryan erinnert sich: «Ich dachte, er wollte nicht mehr mit mir befreundet sein…»

Nach einigen Monaten klingelte sein Telefon – es war David. Sie machten einen Treffpunkt aus, und endlich gab David Ryan die langüberfällige Erklärung für sein Benehmen. Noch wenige Monate vor ihrem ersten Treffen war David Anführer eine Untergruppe der «Bloods» gewesen – eine brutale Strassengang aus dem Süden der USA, die auch Teile des dortigen Drogenmarktes beherrscht und sich immer wieder blutige Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Gangs wie den «Crips» liefert.

Morddrohungen

Zwei Monate, bevor er Ryan traf, war David zum Glauben an Jesus Christus gekommen – was für ihn in seiner damaligen Position als Anführer extrem gefährlich war. Nach und nach hörte er auf, die wöchentlichen Treffen der «Bloods» zu besuchen – und brachte vier seiner Brüder ebenfalls zum christlichen Glauben. Doch als er weiteren Gangmitgliedern von Jesus erzählte, drohten weitere Anführer mit dem Tod und alle anderen liessen aufgrund der Drohungen den Glauben hinter sich.

Abgetaucht

Nur David weigerte sich. Und so kam die Gang eines nachts zu seiner Wohnung und schoss alles kurz und klein. David und seine Verlobte schafften es gerade noch, zu entkommen und in den Untergrund abzutauchen. Doch David wusste, dass Ryan und seine Frau gerade ein Baby bekommen hatten – wie konnte er sie da in diese Gewaltspirale verwickeln? Und so brach er die Verbindung zu Ryan komplett ab.

Offene Herzen

Als David nach mehreren Monaten die Rückkehr wagte, waren seine Brüder ihm gegenüber nicht mehr so hart eingestellt und erlaubten David, mit ihnen zu beten. Sogar einer der Anführer, der ihn zuvor noch umbringen wollten, wurde ihm gegenüber offen. «Ich weiss, dass ich versucht habe, dich zu töten», erklärte er David. «Aber ausserhalb dieser Gruppe existiert für mich keine Hoffnung.»

Heute lebt David wieder offen seinen Glauben, doch sein Leben ist ständig in Gefahr. Trotzdem arbeitet er mit Ryan und dessen Familie daran, die Menschen in ihrer Nachbarschaft mit dem Evangelium zu erreichen.

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