Kirchen spielen Schlüsselrolle im Kampf gegen Menschenhandel

Livenet / Christian Today, 22.02.2019

Kirchen spielen Schlüsselrolle im Kampf gegen Menschenhandel

Bericht für UN-Kommission
Kirchen und religiöse Organisationen spielen eine wichtige Rolle in der Bekämpfung des globalen Menschenhandels. Das hat jetzt das UN-Komitee für Menschenrechte zur Kenntnis genommen.

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Jack Palmer-White, anglikanischer Repräsentant bei den Vereinten Nationen, verfasste einen Bericht zu Händen des UN-Komitees gegen die Diskriminierung von Frauen (CEDAW). Das CEDAW sammelt Berichte zum Stand des weltweiten Menschenhandels mit dem Ziel, eine generelle Empfehlung für die UN-Mitgliedsstaaten herauszugeben.

Der Bericht verlangt, dass «die Schlüsselrolle, die Kirchen und andere religiöse Organisationen im globalen Kampf gegen den Handel mit Frauen und Mädchen im Zusammenhang mit der globalen Migration spielen», deutlich in der UN-Empfehlung vermerkt wird.

Beispiel Ghana

Ein Beispiel einer Initiative gegen Menschenhandel beschreibt die Partnerschaft der US-Botschaft in Ghana und der Diözese von Akkra, die zur Errichtung der Zufluchtsstätte «Hope Village» (Dorf der Hoffnung) führte, in der aus dem Menschenhandel entkommene Kinder rehabilitiert werden. Gleichzeitig wird die Regierung von Ghana ständig daran erinnert, über ihre Fortschritte in der Bekämpfung des Menschenhandels Rechenschaft abzulegen. «Ghana ist eines der Hauptländer, in dem Kinderhandel national und international stattfindet», erklärte Mr. Palmer-White in seinem Report.

In Hongkong unterhält die St. John’s Kathedrale ein Beratungszentrum für einheimische Arbeitskräfte, wo sie über ihre Rechte und Möglichkeiten aufgeklärt werden. In Gehdistanz betreibt die Kirchgemeinde ein temporäres Asylzentrum für Frauen.

Auch daheim

In Grossbritannien hat die anglikanische Kirche Informationsmaterial entwickelt, das Kirchen hilft, moderne Sklaverei und Ausbeutung direkt am Wohnort zu identifizieren. Zum Beispiel wurde eine App für sicheres Autowaschen (Safe Car Wash App) entwickelt, mit der jedermann/frau feststellen kann, ob die Person, die gerade ihr Auto wäscht, unter fairen sozialen Bedingungen oder als moderner Sklave arbeitet. Autowaschen in Grossbritannien ist eine «Schlüsselindustrie zur Nutzung von erzwungener und ausbeutender Arbeit», wie der Report erklärt.

Basis: Das biblische Menschen- und Gottesbild

Die Basis für die christlichen Initiativen gegen Menschenhandel ist die Bibel. «Unser Ruf nach Gerechtigkeit ist verwurzelt in unserem Glauben», erklärt Palmer-White. «Menschenhandel beraubt Individuen ihrer Rechte, ihrer Freiheit und ihrer Selbstbestimmung und setzt sie dem Risiko von Gewalt und Ausbeutung aus. Jedes Mitglied der menschlichen Familie ist im Ebenbild Gottes und mit der äussersten Würde und mit Respekt zu behandeln. Nie darf es ausgebeutet oder als Sklave verkauft werden.»


Die Inhalte aus zitierten Quellen geben nicht die Meinung von PROSKYNEO.org wieder, sondern dienen ausschließlich der Informationsvermittlung.

 

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4 Gedanken zu „Kirchen spielen Schlüsselrolle im Kampf gegen Menschenhandel“

  1. kan schon sein das Kirchen dar ein Rolle in spielen…., aber dar kommt auch immer mehr an die Oberfläche von Kindermisbrauch welche versucht wird zu vertuschen.
    Außerdem spielen Kirchen und Christliche Politike Parteien ein sehr dubiöse Rolle spielen bei Kriege und Konflikte in diese Welt.
    Der blutschuld mehrt sich. Auch in Bezug auf Irrtümer und Irrlehren.

    1. Wie unter jedem Artikel aud dritter Quelle erwähnt geben diese Artikel nicht die Meinung von PROSKYNEO.org wieder sondern dienen der Informationsvermittlung.

      Trotzdem trifft das, was in diesem Artikel beschrieben wird, offensichtlich zu. Ich denke, wir sollten vermeiden (und lernen), nicht in Schablonen zu denken oder gar andere zu be-/verurteilen. Wenn einzelne religiöse Organisationen oder Personen Gutes tun, so ist das gut. Wenn sie Schlechtes tun, so ist es schlecht. Aber wir sollten nie alle über einen Kamm scheren. Besonders vorsichtig sollten wir mit dem Vergleichen von Einzelpersonen mit Organisationen sein. Jeder Einzelne ist vor dem himmlischen Richter verantwortlich (Römer 14,10-12). Aber auch die Verantwortlichen einer Organisation sind es. Sicher sogar in größerem Maß (Jakobus 3,1; Matthäus 18,6).

      Volker

      1. Ja Volker, dar hast du recht.
        Doch man soll auch darauf bedacht sein das wenn ein Konfession ein Ideologie oder lehren hat welche zu blutvergießen führt, braucht man nicht mal persönlich daran beteiligt zu sein um mit schuldig zu sein.
        Erst recht nicht wenn man dies Billigt.

        Ein gemeinschaftsverantwortung sozusagen.

        1. Lieber Aesculap,

          das sehe ich anders. Eine Gemeinschaftsverantwortung gab es wohl im alten Bundesvolk Israel, aber nicht in der christlichen Ordnung. Die in meiner ersten Erwiderung auf Deinen Kommentar genannten Bibeltexte bestätigen das.

          Mitglied in einer Kirche/Glaubensgemeinschaft zu sein ist eine persönliche Entscheidung. Natürlich gibt es Gründe, eine Gemeinschaft zu verlassen. Wenn eine Gemeinschaft z.B. von mir verlangt, Dinge zu tun, die mein Gewissen nicht zulassen, trenne ich mich natürlich. Ich selbst habe entschieden, überhaupt keiner mehr anzugehören, weil Christsein nichts mit so einer Zugehörigkeit/Mitgliedschaft zu tun hat.

          Jeder von uns muss Eigenverantwortung übernehmen. Wie bereits ausgeführt, trifft das auch auf die Verantwortlichen in religiösen Organisationen zu.

          Volker

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