»Gott stellt keine Bedingungen«

Livenet / cbndeutschland.org, 18.12.2018

»Gott stellt keine Bedingungen«

Ehemaliger Buddhist
Von klein auf hat Alex Chu das Gefühl: Nur wenn ich etwas leiste, bin ich etwas wert. Dann lernt er Christen kennen und hört von einem Gott, der bedingungslos liebt. Für den Asiaten ist das revolutionär.

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Alex Chu

 

Ich bin in einer buddhistischen Familie aufgewachsen. Wenn ich morgens aufwachte, roch es in meinem Zimmer nach Weihrauch. Überall hatten wir Buddha-Statuen. Dennoch spürte ich immer eine gewisse Distanz zwischen Buddha und mir. Er war unerreichbar und ich hatte das Gefühl, niemals so werden zu können wie er.

Mein Vater war ein erfolgreicher Akademiker mit zwei Doktortiteln. Auch von uns Kindern forderten meine Eltern Leistung, Ehrgeiz, Disziplin und Erfolge. Für mich war es nicht leicht, im Schatten meines erfolgreichen Vaters zu stehen. Meine Mutter sagte mir oft, dass sie mich liebt. Aber mein Vater zeigte seine Liebe durch seinen Ehrgeiz für mich.

Ich bemühte mich, die Erwartungen meiner Eltern zu erfüllen. Dazu gehörte es auch, die religiösen Regeln penibel einzuhalten. Doch es war nicht leicht, sie zufrieden zu stellen. Wenn ich zum Beispiel eine Schulaufgabe zurückbekam und 99 Prozent richtig hatte, hörte ich von ihnen: «Oh, du hättest aber hundert Prozent schaffen sollen.» Das war ihre typisch asiatische Art, mich zu motivieren. Aber dadurch fing ich an zu glauben, nur etwas wert zu sein, wenn ich Klassenbester bin und auch sonst gute Leistungen bringe. Diese Gedanken prägten mein ganzes Leben.

Der unbekannte Gott

Als ich anfing zu studieren, lernte ich in meinem Wohnheim Christen kennen. Sie waren alle sehr freundlich und sehr liebevoll im Umgang miteinander. Sie strahlten eine Freude aus und wirkten so frei. Es schien, als würden sie nicht unter diesem Leistungsdruck stehen, den ich mit Glauben verband. Und noch etwas faszinierte mich: Immer wieder sprachen sie davon, dass sie eine Beziehung zu Gott haben und dass er bedingungslos liebt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das überraschte mich und machte mich neugierig.

Nach einigen Monaten fragte ich sie, ob ich mal mit in einen Gottesdienst gehen könne. Dort hörte ich zum ersten Mal, dass Gott gnädig ist. Danach dachte ich viel darüber nach, ob es wahr sein könnte, was in der Bibel steht. Wer hatte die Bibel geschrieben und wie verlässlich waren die historischen Quellen? Doch eine Frage beschäftigte am meisten: Wer war dieser Jesus? Ich ging nun öfter in eine Bibelgruppe, denn ich wollte mehr darüber wissen.

Jesus beeindruckte mich vom ersten Moment an. In den Evangelien wird er mit einer solchen Macht, Weisheit und Autorität beschrieben. Gleichzeitig aber mit so einer Liebe und Mitgefühl für Menschen. Immer tiefer reifte in mir die Überzeugung, dass er Gottes Sohn sein muss. Und irgendwann spürte ich, dass ich ihn ihm die Wahrheit gefunden habe.

Entscheidung gegen alle Traditionen

Seitdem bin ich zutiefst überzeugt, dass Jesus Gottes Sohn ist, dass er für meine Schuld gestorben ist und dass ich durch ihn das ewige Leben haben werde. Damals sprach ich ein sehr persönliches Gebet, entschied mich gegen die religiösen Traditionen meiner Familie und wurde Christ. Meine Eltern waren entsetzt und es dauerte Jahre, bis sie diese Entscheidung akzeptieren konnten. Aber für mich war es ein Schritt in die Freiheit. Mein Leben lang hatte ich immer versucht, Bestätigung und Erfolge zu erreichen. Zu erkennen, dass Gott mich bedingungslos liebt und mir das ewige Leben schenkt, bedeutet mir sehr viel.

Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland publiziert.

Datum: 18.12.2018
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet / cbndeutschland.org https://www.livenet.ch/erlebt/spiritualitaet/religionen/buddhismus/335812-gott_stellt_keine_bedingungen.html
Die Inhalte aus zitierten Quellen geben nicht die Meinung von PROSKYNEO.org wieder, sondern dienen ausschließlich der Informationsvermittlung.

 

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5 Gedanken zu „»Gott stellt keine Bedingungen«“

  1. Bedingungslose Liebe ❓🤔
    Der Ausdruck bedingungslos ist meiner Sicht nach nicht passend und nicht richtig.
    Gott ist nicht bedingungslos.
    Er erwartet schon das wir uns an seine Grundsätze und Gebote halten, das wir uns formen nach der Eigenschaften der neue Persönlichkeit und diese verinnerlichen. Gott hasst das böse, Götzendienst usw.
    Er erwartet angemessene Anerkennung und gehorsam von seine Geschöpfe.
    Deswegen kann man nicht sagen das Gott uns bedingungslos liebt ❗️🤔
    Ich betrachte dies als ein ernsthafte Irrtum. ☹️
    Wenn er der Mensch wirklich bedingungslos lieben würde dann würde er kein Unterschied machen zwischen bösartige, selbstsüchtige Gottlose Menschen uns diejenige welche ihm gehorsam sein möchten. Aber das stimmt nicht‼️

  2. Lieber Aesculap,

    auch hier denke ich, wollte der Artikel etwas anderes mitteilen als was Du thematisierst. Es geht in dem Artikel nicht um “Du kannst machen, was du willst – Gott liebt dich trotzdem.” Der junge Mann beschreibt doch schön, dass ihn der Erfolgsdruck seitens seiner Eltern stets belastet hat. (Es ging ihm nicht darum, tun und lassen zu können, was er will. Er wollte einfach, dass seine Eltern zufrieden sind mit dem, was er mit seinen Möglichkeiten schaffen konnte.) Die Haltung der Christen, die er kennenlernte, beeindruckte ihn, weil sie “nicht unter diesem Leistungsdruck stehen”.

    Und dieser Gedanke wird auf die Haltung Gottes gegenüber sündigen Menschen bezogen: Wenn wir Gott das geben, was wir in unserer Sündhaftigkeit in aller Ernsthaftigkeit können, dann ist ihm das genug. Er stellt für seine Anbeter keine nicht erreichbaren Bedingungen und setzt die Messlatte höher. Den jungen Mann beeindruckte, dass Gott “bedingungslos liebt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten”. Das ist genau der Gedanke, der in dem Wort “Gnade” steckt. Gott erweist uns Gnade, er schenkt sie uns und erwartet keine Gegenleistung. (Vergl. die Definition von “Gnade” in guten Bibellexika.)

    Der Apostel Paulus beschreibt das schön in Epheser 2,8-9:

    “8 Noch einmal: Durch ´Gottes` Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. 9 Sie gründet sich nicht auf ´menschliche` Leistungen, sodass niemand ´vor Gott` mit irgendetwas großtun kann. ”

    Damit will Paulus nicht sagen, dann brauche man sich ja gar nicht zu bemühen. In Vers 10 ergänzt er:

    “10 Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.”

    Das hat aber alles nichts damit zu tun, dass Gott uns (Christen) bedingungslos liebt – er stellt keine Bedingungen. Durch die in Vers 10 erwähnten “Werke” sollen wir Gottes Gnade nicht erarbeiten. Sie sind einfach unser Dankeschön an Gott, weil er so gut ist.

    Noch ein zusätzlicher Gedanke: Ich betrachte es nicht als einen Irrtum, dass Gott Menschen bedingungslos liebt, auch die, die ihn noch nicht kennen:

    “Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht” (Joh 3,16).

    Gott liebt die “Welt” bedingungslos, denn sein Sohn ist für die Welt gestorben als die allermeisten Menschen dieser Welt noch keine Ahnung von ihm hatten. Und wenn diese von Gott bedingungslos geliebten Menschen dann an seinen einzigen Sohn glauben, schenkt er ihnen aus Gnade ewiges Leben – das müssen und können sie sich auch nicht erarbeiten.

    “8 Gott hingegen beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. 9 Deshalb kann es jetzt, nachdem wir aufgrund seines Blutes für gerecht erklärt worden sind, keine Frage mehr sein, dass wir durch ihn vor dem ´kommenden` Zorn ´Gottes` gerettet werden. 10 Wir sind ja mit Gott durch den Tod seines Sohnes versöhnt worden, als wir noch seine Feinde waren. Dann kann es doch gar nicht anders sein, als dass wir durch Christus jetzt auch Rettung finden werden – jetzt, wo wir versöhnt sind und wo Christus auferstanden ist und lebt. 11 Aber es ist nicht nur diese Hoffnung, die uns mit Freude erfüllt; nein, es ist auch die Tatsache, dass wir durch Christus schon jetzt die Versöhnung empfangen haben. Und dafür preisen wir Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn ” (Römer 5,8-11).

    LG
    Volker

    1. Liebe Volker,

      Mir geht es um die Bedeutung von das Wort bedingungslos.
      Das heißt ohne Bedingungen, ohne Voraussetzungen.
      Gott hat sein Sohn gesandt damit wir von der Fluch der Sünde befreit werden können.
      Voraussetzung (Bedingung) ist das wir glauben werden oder müssen an sein Sohn Yahuscha Ha Maschiach und uns an seine vorleben, und Unterweisung orientieren. (Bedingungen).

      Das wir unser Rettung auch wieder verlieren können, und diese Zustand schlimmer ist dann der Zustand wo wir Christus noch nicht kennen gelernt haben.

      Yahuscha hat gesagt (geboten) diejenige welche zum Jünger werden zu lernen ALLES zu halten was er uns geboten hat.

      Das ist auch nötig um wirklich Frieden unter einander bewirken zu können.

      Dies sind alles Bedingungen und Voraussetzungen woran wir uns orientieren sotten und damit unser Glauben wachsen lassen zu können zu ein unerschütterlichen Glauben.

      Nimmt man diese Bedingungen nicht ernst, und handelt man nicht nach der Anweisungen (Bedingungen) welche Christus uns gegeben hat, Dan verglich Yahuscha das mit ein Haus der auf Sand gebaut wurde, oder ebenso wie das vergraben Deine Schatz welche wir von Christus empfangen haben.

      Sich orientieren an Christus belehrungen und sich danach ausrichten, bringt Frieden und Harmonie. Uns diese „Anstrengungen“ kann man doch auch als Leistungen bewerten welche wir als Christen zu bemühen sollten oder 🤔 ❓

      Liebe Grüße an alle Lesern 😉📖❤️👍

      1. Lieber Aesculap,

        wir schreiben über unterschiedliche Dinge. Ich denke, ich habe den Artikel ausreichend kommentiert.

        Auf eines möchte ich gern hinweisen: Wir müssen uns davor hüten, die Fehler der Schriftgelehrten der Zeit unseres Herrn Jesus zu wiederholen. Wir dürfen keinen neuzeitlichen christlichen “Talmud” aufbauen. Es kommt weniger darauf an, alle Details der christlichen Lehre zu beschreiben und einander Gebote aufzuerlegen, sondern die Liebe des Christus zu erkennen und widerzuspiegeln:

        “Und ihr könnt auch die Liebe erkennen, die Christus zu uns hat; eine Liebe, die größer ist, als ihr je begreifen werdet. Dadurch wird euch der Reichtum Gottes immer mehr erfüllen. 20 Durch die mächtige Kraft, die in uns wirkt, kann Gott unendlich viel mehr tun, als wir je bitten oder auch nur hoffen würden” (Epheser 3,19-20).

        Volker

        1. Hallo Volker,

          Nein natürlich sollten wir nicht wie die schriftgelehten und Pharisäer werden mit all ihre Gebote von Menschen oder der Sinn davon nicht erfasst haben und die Gebote so auffassen wie diese nicht gemeint waren…

          Das ist mein Anliegen auch nicht. Ich versuche nur zum Ausdruck zu bringen das Gottes Wille tun nicht ohne Bedingungen ist.
          Aber gut hier haben wir wahrscheinlich unterschiedliche Ansichten. Was Yahuscha uns geboten hat und sein Richtlinien (Grundsätze) betrachte ich nicht als etwas was mit Pharisäer zu tun hat.

          📖 Hebr 12: 6-12
          ‘Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.
          « Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?
          Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne!

          Zudem hatten wir ja unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen; sollten wir uns da nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben?

          Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen richtig erschien; er aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.

          Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen;
          danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.’
          ‭‭Hebräer‬ ‭12:6-11‬ ‭SCH2000‬‬

          Das heißt das Gott schon was von uns erwartet, und. Ich alles gut heißt…, uns korrigiert oder züchtigt wo nötig.

          LG Aesculap

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