»Ich bin ein Gebetsschwächling«

Livenet / CCM Magazine, 20.07.2018

»Ich bin ein Gebetsschwächling«

Die Kraft eines einfachen Gebets
Manchmal weiss man nicht, wie ein Gebet beginnen soll, zum Beispiel in einer schwierigen Situation. Nun gewährt der bekannte Pastor und Autor Max Lucado einen Einblick in Probleme, die sich in seinem Gebetsleben stellten.

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Max Lucado

 

In seinem Buch «Vater unser: Entdecken Sie die verändernde Kraft eines einfachen Gebets» gibt Bestseller-Autor Max Lucado einen bewegenden Einblick in seine Schwierigkeiten mit dem Gebet. «Ich bin ein Gebetsschwächling und kämpfe damit, ein diszipliniertes Gebetsleben zu führen», gesteht Lucado.

Während drei Jahrzehnten habe er nie über das Gebet geschrieben und selten darüber gepredigt, «denn ich fühlte mich als B-Level-Student». Nun habe er ein Buch dazu geschrieben, für Menschen, die unter der gleichen Situation leiden. «Ich besitze sicher 15 Bücher über das Gebet, doch mir scheint, die seien alle für Menschen geschrieben, die gut darin sind. Ich dachte, es braucht eines für Dummies.»

Ein einfaches Gebet
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Buchcover «Vater unser» von Max Lucado

 

Zunächst habe er alle Gebete der Bibel herauskopiert und begonnen, sie zu kategorisieren. Ob ihm dies helfen könne, fragte er sich. Als erstes habe er Hilfe gebraucht beim Gedanken, dass Gebete nicht auf die Weise und nicht so schnell beantwortet werden, wie man es sich wünscht. «Es hilft zu wissen, dass Gebete in der Bibel eine wichtige Rolle spielen. Wenn jemand in der Bibel aufrichtig gebetet hat, hat Gott immer geantwortet.»

Als Grundlage habe er dann ein Taschengebet genommen, das ähnlich sei, wie das «Vater unser». Es sei ein einfaches Rahmengebet: «Vater, du bist gut. Ich brauche Hilfe. Die anderen brauchen Hilfe. Danke. Im Namen Jesu. Amen.» Das fördere Intimität und verknüpfe mit dem Herzen Gottes, der ein liebender Vater. Dieser Vater sei in kompletter Vertraulichkeit willig zuzuhören und auch fähig zu helfen.

Kein Wein und Königreich

«Es ist Kraft in einem einfachen Gebet, für Menschen wie mich, die in diesem Gebiet oft etwas hilflos herumtapsen. Ich denke, dass der Teufel versucht, die Menschen vom Gebet abzuhalten, weil er weiss, dass in einer aufrichtigen Konversation mit Gott etwas geschieht.» Den Menschen zu helfen, eine Konversation mit Gott zu haben, sei eine grosse Ermutigung.

Nur in einem Fall habe sich Jesus kritisch zum Gebet geäussert, nämlich «dann, wenn es Theater und Selbstdarstellung ist». Gleichzeitig zeige das Neue Testament, wie schnell Jesus auf ein einfaches Gebet, das aus tiefstem Herzen kommt, eingeht; von «Wir haben keinen Wein mehr» bis hin zu «Erinnere dich an mich, wenn du in deinem Königreich bist».

«Bring sie zu mir»

Gebet sei eine fortwährende Kommunikation. Danken, Preisen und Probleme übergeben. Ein Pastor habe einmal gesagt: «Niemand von uns betet so viel, wie er sollte, doch wir beten mehr, als wir denken.» Gott wisse, was im Herzen und in den Gedanken sei.

Es gebe so viele Dinge, die einen beschäftigen. «Der Mensch braucht einen Ort und eine Möglichkeit, diese Last abzugeben. Gott sagt: ‚Bring sie zu mir!’»

Datum: 20.07.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / CCM Magazine https://www.livenet.ch/themen/leben/kultur_musik/buecher/268319-ich_bin_ein_gebetsschwaechling.html
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