»Christen versuchten nicht, mich zu ändern, sie überliessen dies Gott«

»Christen versuchten nicht, mich zu ändern, sie überliessen dies Gott«

29.05.2016

Frei von Homosexualität
Nach Missbrauch, Vergewaltung und viel Gewalt in ihrer Kindheit beginnt Janet Boynes eine Beziehung mit einer Frau. 14 Jahre lang lebt sie ein homosexuelles Leben, obwohl sie zuvor Jesus Christus kennengelernt hatte. Doch dann hat sie eine seltsames Gespräch nachts um 3 Uhr, das ihrem Leben eine neue Richtung gibt.

Zoom
Janet Boynes

Janet Boynes hatte sechs Geschwister – von vier verschiedenen Vätern. Der Mann, mit dem sie aufwuchs, war Alkoholiker. Janets Mutter war selbst als Kind missbraucht worden, und so waren Missbrauch und Gewalt in der Familie an der Tagesordnung. «Ich weiss, dass sie immer das Beste für mich wollte, aber der Missbrauch war über alle Massen», erinnert sich Janet. «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass meine Mutter mich je umarmt oder gesagt hätte, dass sie mich liebt.»

Gewalt und Drogen

Janet wurde selbst zu einem gewaltbereiten Mädchen. Mit 12 wurde sie sexuell missbraucht und später von einem Jungen aus der Kirche vergewaltigt. So begann die Teenagerin zu rauchen und Drogen zu nehmen, um den inneren Schmerz zu betäuben. «Ich hatte Angst, meiner Mutter davon zu erzählen, weil ich dachte, dass sie mir die Schuld dafür geben würde. Und so wurde ich ständig high.»

Verliebt, verlobt, verheiratet?

Sie beendete die Schule und ging an die Uni. Immer noch in den Drogen gefangen, fühlte sie sich immer stärker zu Frauen hingezogen. «So viele Männer hatten mich verletzt und diese Frauen waren so viel mehr wie ich…» Doch sie schob diese Gedanken beiseite und begann, eine Kirche zu besuchen. Kurze Zeit später wurde sie Christ, kam von den Drogen frei und begann eine Beziehung mit einem Mann aus der Gemeinde, der sie schliesslich bat, ihn zu heiraten. «Meine Familie liebte ihn. Und sie dachten, wir seien ein super Paar. Ich freute mich darauf, ihn zu heiraten…»

Fortgelaufen

Doch ihr Verlobter war Rennprofi und liess sie an den Wochenenden allein. Und in der Zeit begann sie, viel Zeit mit einer Arbeitskollegin zu verbringen. Deren Familie waren auch Christen – und dennoch: «Eines Abends war ich noch spät bei ihr und wir endeten zusammen im Bett.» Janet war verwirrt und verängstigt. Was sollte sie tun? Sie suchte Rat bei ihrem Pastor und der riet ihr drei Dinge: «Er sagte: ‚Sag die Hochzeit ab, besuch einen Seelsorger und sag es deinem Verlobten!‘ Nun, ich machte eines der Dinge: Ich erzählte meinem Verlobten, was passiert war, gab ihm den Verlobungsring zurück und lief von Jesus davon.»

«Ich wollte beides haben!»

14 Jahre lang lebte Janet daraufhin als Homosexuelle und wanderte von einer Partnerin zur nächsten. Sie begann erneut, Drogen zu nehmen – diesmal Kokain – und erkrankte an Bulimie. «Mein Leben war elend. Es ging nur bergab. Aber ich wollte nicht zu Gott zurückkehren!» Eines Tages beschloss sie, ihre aktuelle Partnerin zu heiraten. «Wir gingen zu einem Priester und der sagte uns, dass das, was wir tun wollten, völlig okay war. Wir würden trotzdem in den Himmel kommen. Also besorgten wir uns Verlobungsringe, denn es war ja ok zu heiraten. Ich wollte beides. Ich wollte Gott und ich wollte ein homosexuelles Leben leben. Und ich wollte einfach einen Weg finden, um beides zu haben!»

Ein seltsames Gespräch…

Zu der Zeit fuhr Janet öfters an einer Kirche vorbei. «Jedes Mal, wenn ich dort vorbeikam, war es, als ob ich meinen Körper verlasse und in die Kirche gehe. Ich sagte dann jeweils zu meiner Freundin: ‚Eines Tages werde ich in die Kirche gehen!’» Ihre Arbeit als Reinigungskraft beinhaltete Nachtarbeit. Als sie eines nachts um drei Uhr morgens heimging und noch bei einem Supermarkt vorbeiging, sah sie eine Frau auf dem Parkplatz. «Ich fragte sie: ‚Was machen Sie hier um drei Uhr morgens mit all den Lebensmitteln?‘ Und sie antwortete mir: ‚Ich habe gerade meinen Sohn zum College gebracht.‘ Verwundert fragte ich: ‚Aber welches College hat denn zu diesen Nachtzeiten offen?‘ Und die Frau antwortete: ‚Das North Central Bible College…’» Janet erzählte der Frau gerade heraus, dass sie vom christlichen Glauben weggekommen war und jetzt ein homosexuelles Leben führte. Die Frau holte eine Broschüre heraus – es war eine Einladung zu der Kirche, an der Janet immer vorbeigefahren war…

«Wenn ihr mir helft…»

Die Frau lud Janet zu einem Hauskreis ein – und Janet sagte zu. «Ich kam in meiner Jogginghose, völlig schmuddelig und wusste nicht, was mich erwartete. Und da war ich mit neun anderen Frauen, die alle so wunderschön aussahen, weiblich, und ich fragte mich: ‚Wo bin ich hier gelandet?‘ Ich hatte den Kopf gesenkt und schämte mich so.» Doch niemand lachte über sie, niemand spottete oder rümpfte die Nase. Als sich eine nach der anderen vorstellte und Janet an die Reihe kam, sagte sie: «Ich bin Janet und ich bin homosexuell. Aber wenn ihr mir helft, werde ich mein Leben für den Herrn Jesus leben!» Die Reaktion der Frauen verwunderte Janet: «Sie versuchten nicht, mich zu ändern, sondern sie erlaubten Gott, dass er mich verändert!»

Wenige Monate später lud eine der Frauen Janet ein, bei ihr und ihrem Mann einzuziehen. «Ich verkaufte mein Haus, bat meine Freundin, auszuziehen und mit 40 Jahren zog ich für ein Jahr in diesen christlichen Haushalt. Es war einfach nur schön mitzuerleben, wie diese Familie etwas hatte, was ich nie zuvor erlebt hatte.»

Heilung ist ein Prozess

Nach und nach begann Janets Herz zu heilen. «Gott stellte immer wieder gute Männer in mein Leben, Männer aus der Kirche, die einfach zu mir kamen und mich umarmten. Und während ich mit Menschen zusammen bin, die mich lieben und sich um mich kümmern, heilt Gott mich weiter von innen nach aussen.»

Heute, zehn Jahre später, ist Janet aktiv in ihrer Gemeinde engagiert und hilft insbesondere den Menschen, die ebenfalls ihr homosexuelles Leben hinter sich lassen möchten. Sie zeigt ihnen, dass Heilung ein Prozess ist, aber dass sie nur in Jesus Christus echte Freiheit erleben können. «Ich möchte, dass jeder, der ein homosexuelles Leben führt und keine tolle Mutter oder keinen guten Vater hatte, erlebt, dass Gott ein Vater für die Vaterlosen und die Mutterlosen ist. Das hat er für mich getan und er wird es auch für sie tun!»

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