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Open Doors, 07.02.2018

Bhutan: Familie oder Jesus

Angehörige verweigern junger Christin Rückkehr nach Hause

(Open Doors, Kelkheim) – Nur etwa zweieinhalb Prozent der Bevölkerung des Königreichs Bhutan sind Christen. Der Buddhismus gilt als entscheidender Bestandteil der nationalen Identität, der Übertritt zu einer anderen Religion ist gesetzlich verboten. Auch von der Familie und der Gesellschaft wird ein solcher Schritt strikt abgelehnt. Das erlebte auch die 22-jährige Dechen*.

 

Bhutan

Symbolbild

Verstoßen, weil sie an Jesus festhält

Nachdem sie das Evangelium gehört hatte, entschied sich Dechen im Oktober 2016 für ein Leben mit Jesus. Noch im selben Jahr wurde sie getauft. Zunächst hielt sie ihren neuen Glauben vor ihrer Familie geheim. Doch dann bemerkten ihre Angehörigen, dass sich etwas in ihrem Leben verändert hatte. Obwohl Dechen immer noch nicht offen darüber sprach, erfuhren sie Mitte Februar 2017 schließlich von anderen Personen, dass sie Christin geworden war. Die Familie stellte Dechen vor die Wahl, sich entweder von Jesus Christus loszusagen oder ihr Zuhause zu verlassen. Als sie antwortete, dass sie weder das eine noch das andere tun würde, wurden ihre Verwandten wütend. Sie schickten sie fort und verboten ihr zurückzukommen, solange sie nicht ihren Glauben an Jesus aufgegeben hätte.

Keine Aussicht auf Heimkehr

Mittlerweile ist fast ein Jahr vergangen und noch immer weigert sich Dechens Familie, mit ihr auch nur zu sprechen. Mehrmals hat sie darum gebeten, nach Hause zurückkehren zu können, doch es wurde ihr immer verwehrt. Dechen wohnt derzeit bei befreundeten Christen. Sie sucht eine Arbeitsstelle, um ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Ihre Situation ist nach wie vor schwierig, aber ihr Glaube an Jesus ist ungebrochen. Es ist ihr Wunsch, ihm mit ihrem ganzen Leben zu dienen.

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Bhutan:

Quelle: Open Doors https://www.opendoors.de/nachrichten/aktuelle-meldungen/bhutan-familie-oder-jesus?pk_campaign=GM&pk_kwd=20180207