Indigene Völker finden zu Jesus

Indigene Völker finden zu Jesus

06.05.2017

Rituale erfüllten nicht
Reynaldo, ein Mexikaner aus einem Stammesdorf, legte seine animistischen Traditionen ab – im Christentum fand er das, was die Rituale nicht bieten konnten. Von anderen Stammesmitgliedern erlitt er in der Folge Unterdrückung. Aber er ist kein Einzelfall: Indigene Mexikaner finden verschiedentlich zum christlichen Glauben.

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Traditioneller Tanz eines indigenen Volkes in Mexiko

Reynaldo stammt aus einem animistischen Dorf im 3,8-Millionen-Staat Oaxaca im Süden Mexikos. Er sagt, dass er den animistischen Ritualen seiner Dorfgemeinschaft während vielen Jahren Folge leistete – obschon er eigentlich gar nicht verstand, warum diese ausgeübt wurden. «In vielen Fällen wusste ich nicht einmal, warum ich diese Praktiken ausführte, ausser um die Geister nicht wütend zu machen. Doch das alles erfüllte mich nicht», sagte er gegenüber der Gemeindegründer-Organisation «Christian Aid Mission».

Nicht alleine geblieben

Seine Ortschaft gehört zu jenen Gebieten in Mexiko, welche sich dem westlichen Einluss bislang verschlossen hat. Seit 500 Jahren sind die Stammes-Traditionen intakt geblieben. Mitglieder wie Reynaldo, welche die animistischen Rituale abstreifen, werden als Abweichler angesehen und geraten unter Druck; dies kann Kerker, Prügel und Ausschluss aus der Gesellschaft bedeuten. Weil diese Gemeinschaften eine gewisse Autonomie geniessen, sind religiöse Minderheiten oft unzureichend geschützt.

Dennoch fand Reynaldo zu Christus. «Ich folge nun ihm nach, egal was es kostet», sagt er. Dabei ist er nicht alleine geblieben. Seine Frau fand ebenso zu Jesus wie seine Kinder und seine Eltern. Die ganze Familie wurde mit anderen Mitgliedern dieses Orts getauft.

Harte Arbeit – die belohnt wird

Oaxaca gilt ethnisch als eine der weltweit vielseitigsten Gegenden. Mehr als 200 Sprachen und Dialekte werden in diesem südmexikanischen Bundesstaat gesprochen – die Hälfte der Einwohner spricht nicht spanisch.

Die indigene Bevölkerung wird durch indigene Missionare erreicht. Oft investieren sie sich über etliche Jahre in eine Gemeinschaft, um deren Mitglieder zu erreichen. So etwa Mariano, der während elf Jahren in einem Ort wirkte. Nach langer Zeit konnte er die Arbeit in die Hände eines lokalen Gläubigen, Pedro, abgeben. Er war der erste aus dem Dorf, der sich für Jesus entschieden hatte. Inzwischen leitet Pedro eine Gemeinde von zwanzig Gläubigen.

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