„Es soll euch zuerst um … Gottes Gerechtigkeit gehen“ (Matthäus 6,33)

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Eine der wichtigsten Überlieferungen der Worte Jesu ist die Bergpredigt, die uns in Matthäus Kapitel 5 bis 7 zur Verfügung steht. Sie ist voller Informationen, Appelle und Motivation, die uns helfen, unser Leben mit Gott und unserem Mitmenschen in Ordnung zu bringen und zu pflegen.

Eines der vielen Highlights ist die Passage in Kapitel 6 in den Versen 25 bis 34. Jesus regt seine direkten Zuhörer – letzten Endes aber auch uns – dazu an, unser volles Vertrauen, unseren Glauben, in unseren Vater im Himmel zu setzen. Dieses Vertrauen würde nie enttäuscht werden! Jesus schließt das Thema mit dem Appell in den Versen 33 und 34 ab:

„Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben. Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag! Der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last mit sich bringt.“[1]

Der Ausdruck „es soll euch zuerst gehen um“ wird in anderen Bibelübersetzungen wiedergegeben mit „trachtet zuerst nach“ (Lu, Elb, Sch), „sorgt euch vor allem um“ (HfA, GN), „macht zu eurem wichtigsten Anliegen“ (NL) und „fahrt fort, zuerst zu suchen“ (NWÜ) wiedergegeben. Alle Formulierungen heben hervor, dass es um eine für den Angesprochenen wichtige Angelegenheit geht. „Gottes Reich“ und „Gottes Gerechtigkeit“ sollen in ihrem Leben Vorrang haben.

Über diese Verse, im Besonderen über den Vers 33, sind viele Artikel und Kapitel geschrieben worden. Dabei fällt auf, dass meistens recht ausführlich abgehandelt wird, was es bedeutet, zuerst nach „Gottes Reich“ zu trachten. Das Trachten nach „Gottes Gerechtigkeit“ dagegen wird manchmal lediglich „eben auch mit besprochen“. Da Jesus beides nebeneinander nennt (er sagt einfach „und“) und keine Abstufung in der Wichtigkeit beider Themen vornimmt, ist es angebracht, sich mit dem eher „stiefmütterlich“ behandelten Thema, der Suche nach „Gottes Gerechtigkeit“, etwas eingehender zu beschäftigen.

Gerechtigkeit – zum einen …

Da gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen, die beide ihre Berechtigung haben. Zum einen kann man in dem Appell, sich ‚vor allem um Gottes Gerechtigkeit zu sorgen‘, die Aufforderung sehen, sein Leben (aktiv) nach Gottes Gerechtigkeit auszurichten. Das erfordert einerseits zu verstehen, was Gottes Gerechtigkeit ist und andererseits das aufrichtige Bemühen, sein Leben danach auszurichten.

So stellt Jesus in seiner Bergpredigt fest, dass die „glücklich zu preisen sind …, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden“, weil ihnen das Himmelreich gehört (Matthäus 5,10). Der Apostel Petrus stellt ebenfalls fest, dass das „Wirken“ von Gerechtigkeit Gott „angenehm“ ist (Apostelgeschichte 10,34.35; Elb). Paulus hebt hervor, was die Folge davon ist, „ungerecht“ zu handeln: Der Betreffende wird „keinen Platz im Reich Gottes haben“ (1. Korinther 6,9.11). Es gibt noch eine Anzahl weiterer Aussagen in den Briefen des Paulus, wo er zum Streben nach „Gerechtigkeit“ motiviert (Epheser 6,14; 1. Timotheus 6,11; 2. Timotheus 2,22).

Nun hat die Gerechtigkeit eines Menschen bekanntermaßen ihre Grenzen und Tücken. In seinem Brief an die Christengemeinde in Rom erläutert der Apostel Paulus diese Problematik ausführlich: So sehr ein Mensch sich auch bemüht, Gottes gerechte Gebote zu halten, es wird ihm nie vollständig gelingen. Wer hat nicht schon erlebt, was Paulus in Römer 7,15.18 beschreibt: „Ich verstehe selbst nicht, warum ich so handle, wie ich handle. Denn ich tue nicht das, was ich tun will; im Gegenteil, ich tue das, was ich verabscheue. … Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun.“

Im Kapitel 3 des gleichen Briefes beschreibt er die Unfähigkeit, immer nur gerecht zu handeln, besonders krass: „Wie geschrieben steht: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer““ (Römer 3,10-12; Elb). Paulus verwendet hier eine Hyperbel[2]. Der Kontext zeigt, dass er sich in diese Feststellung selbst einbezieht und man kann ihm kaum abstreiten, dass er „Gott gesucht“ hat. Was er heraus stellt ist die Tatsache, dass es keinem Menschen gelingt, aus eigener Kraft nur gerecht zu sein. „Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden“, schlussfolgert er (Römer 3,20; Elb).

Damit soll nicht dazu ermuntert werden, das Bemühen, gerecht handeln zu wollen, herunterzuspielen. Die vorhin genannten Appelle aus der Bibel, gerecht zu handeln, behalten ihre Gültigkeit. Aber wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes und aus eigener Kraft ausschließlich „gerecht“ leben können.

Was also hat Jesus gemeint, wenn er sagte: „Es soll euch zuerst um … Gottes Gerechtigkeit gehen“?

… und zum anderen …

Da der Mensch in seiner Sündhaftigkeit (somit seiner Unfähigkeit, Gottes Gesetze vollständig einzuhalten) nicht wirklich „gerecht“ sein kann, hat Gott dafür gesorgt, dass Menschen durch das Opfer seines Sohnes von dieser Last der Ungerechtigkeit (Sünde) befreit werden können, indem sie gerecht gesprochen oder erklärt werden.

Das ist ein zentrales Thema des christlichen Glaubens und wird daher an vielen Stellen des Neuen Testaments thematisiert. Ein Beispiel aus dem Brief des Paulus an seinen Missionsgefährten Titus soll das veranschaulichen. Paulus schrieb in Titus 2,11.12 (NeÜ):

„Denn die Gnade Gotteserzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben“.

Durch Gottes Gnade wird Christen somit ermöglicht, „gerecht“ zu leben. „Gerecht leben“ versteht Paulus jedoch nicht im wortwörtlichen Sinn. Was er damit meint, erschließt sich aus dem 3. Kapitel des gleichen Briefs:

„Als dann aber die Güte und Menschenliebe von Gott, unserem Retter, sichtbar wurde, hat er uns aus reinem Erbarmen gerettet und nicht, weil wir gute und gerechte Taten vorweisen konnten. Durch die Wiedergeburt hat er uns gewaschen und durch den Heiligen Geist uns erneuert. Diesen Geist hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, in reichem Maß über uns ausgegossen. So sind wir durch seine Gnade gerecht gesprochen und zu Erben des ewigen Lebens eingesetzt worden, auf das wir voller Hoffnung warten.“ (Titus 3,4-7; NeÜ).

Was sagt die Bibel noch?

Nachstehend werden einige Passagen aus dem Neuen Testament aufgeführt, die unterstreichen, dass „Gottes Gerechtigkeit“ (Matthäus 6,33) nur auf der Grundlage des Glaubens an Jesus Christus erlangt werden kann. Nicht durch eigene Anstrengungen, sondern aufgrund von Gnade. Die Zitate sind zum Teil auszugsweise; zum inhaltlichen Verständnis wird empfohlen, die Verse vollständig nachzulesen und auch den Kontext zu beachten.

Römer 1,16.17

Im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, zu der man durch den Glauben Zugang hat; sie kommt dem zugute, der ihm vertraut.

Römer 3,21-24

Gott [hat] … seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen … eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. … dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.

Römer 5,1

Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.

1.Korinther 1,30.31

Christus ist unsere Gerechtigkeit, durch Christus gehören wir zu Gottes heiligem Volk, und durch Christus sind wir erlöst. 

2.Korinther 5,21

Den, der ohne jede Sünde war, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch die Verbindung mit ihm [Jesus] die Gerechtigkeit bekommen, mit der wir vor Gott bestehen können.

Philipper 1,10.11 (Elb)

[Werdet] erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird, zur Herrlichkeit und zum Lobpreis Gottes.

Philipper 3,9

Darum will ich nichts mehr wissen von jener Gerechtigkeit, die sich auf das Gesetz gründet und die ich mir durch eigene Leistungen erwerbe. Vielmehr geht es mir um die Gerechtigkeit, die uns durch den Glauben an Christus geschenkt wird – die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und deren Grundlage der Glaube ist.[3]

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte bedeutet die Aufforderung, ‚zuerst nach Gottes Gerechtigkeit zu trachten‘, somit insbesondere folgendes:

Gerechtsprechung ist nur durch Jesus Christus möglich. Daher sollte das wesentliche Streben eines Gläubigen darin bestehen, sich um ein (gutes) Verhältnis zu Jesus Christus zu bemühen.

Dass der christliche Glaube genau das von uns erwartet, wird durch viele Bibelpassagen gestützt, insbesondere in den Briefen des Apostels Paulus. Nachstehend dazu ein Beispiel (Weitere Texte sind am Ende des Artikels aufgeführt):

Philipper 3,8-10

Mehr noch: Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen ist etwas so unüberbietbar Großes, dass ich, wenn ich mich auf irgendetwas anderes verlassen würde, nur verlieren könnte. Seinetwegen habe ich allem, was mir früher ein Gewinn zu sein schien, den Rücken gekehrt; es ist in meinen Augen nichts anderes als Müll. Denn der Gewinn, nach dem ich strebe, ist Christus; es ist mein tiefster Wunsch, mit ihm verbunden zu sein. Darum will ich nichts mehr wissen von jener Gerechtigkeit, die sich auf das Gesetz gründet und die ich mir durch eigene Leistungen erwerbe. Vielmehr geht es mir um die Gerechtigkeit, die uns durch den Glauben an Christus geschenkt wird – die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und deren Grundlage der Glaube ist. Ja, ich möchte Christus immer besser kennen lernen; ich möchte die Kraft, mit der Gott ihn von den Toten auferweckt hat, an mir selbst erfahren und möchte an seinem Leiden teilhaben, sodass ich ihm bis in sein Sterben hinein ähnlich werde.

„Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen“

Gott ist absolut gerecht. Im Lied des Mose (5. Mose 32,3.4) wird das sehr klar formuliert:

„Den Namen Jahwes rufe ich aus: Gebt unserem Gott die Ehre! Der Fels: Vollkommen ist sein Tun, ja, alle seine Wege sind recht! Ein treuer Gott, der niemals betrügt, gerecht und gerade ist er!(NeÜ).

Die Erörterung zeigt, welche Bedeutung „Gottes Gerechtigkeit“ in Verbindung mit dem Leben von uns Menschen hat. „Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen“ sagte Jesus. So wie Christen ihr Leben nach Gottes Reich ausrichten, tun sie das auch mit Gottes Gerechtigkeit. Das eine ist mit dem anderen verbunden.

Statt jedoch zu meinen, Gott verlange von uns ein (verbissenes) Streben danach, gerecht zu leben und zu handeln, hat die Analyse der eindeutigen Aussagen der christlichen Schriften ergeben, dass die Gerechtigkeit Gottes gegenüber dem Menschen anders funktioniert. Gott berücksichtigt, dass alle Menschen Sünder sind. Für ihn ist klar, dass kein Mensch wirklich gerecht sein kann (Römer 3,10-12). Die einzige Möglichkeit, vor Gott gerecht dazustehen, ist die Gerechtsprechung durch den Glauben an Jesus Christus. Die „rechtliche Grundlage“ dafür hat Jesus durch das Opfer seines Lebens bewirkt („Sühnopfer“).

Damit ist selbstverständlich nicht gesagt, dass ein Christ nach dem Prinzip Laisset faire[4] leben und trotzdem Gottes Gunst haben kann. Um Gott zu gefallen, ist der aufrichtige Wunsch notwendig, gerecht zu handeln und zu leben. Wer diesen Wunsch hat, darf um das Wirken des Geistes Gottes beten; durch den Geist erhält er Kraft, den Sinn der Gesetze Gottes zu verstehen und zu verinnerlichen (Hebräer 10,15.16). Aber nicht nur das: Der Geist Gottes wird ihn auch befähigen, sein Leben immer mehr nach Gottes gerechten Maßstäben auszurichten (Galater 5,16.18.22.23). Er muss sich aber dessen bewusst sein, dass er das nicht aus eigener Kraft schafft, sondern in besonderer Weise durch die Gnade Gottes und Jesu sowie durch die Kraft des Geistes Gottes (Epheser 2,8-10).


Weitere Texte, die bestätigen, dass Gerechtsprechung nur durch Jesus Christus möglich ist. Das wesentliche Streben eines Gläubigen sollte daher das Bemühen um ein gutes Verhältnis zu Jesus Christus sein:

Römer 3,25.26

Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ.Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.

Römer 9,30-33

Welchen Schluss sollen wir nun daraus ziehen? Menschen, die nicht zum jüdischen Volk gehören, sind von Gott für gerecht erklärt worden, ohne sich darum bemüht zu haben. Sie haben die Gerechtigkeit empfangen, deren Grundlage der Glaube ist. Israel hingegen hat bei all seinem Bemühen, das Gesetz zu erfüllen und dadurch zur Gerechtigkeit zu gelangen, das Ziel nicht erreicht, um das es beim Gesetz geht. Und warum nicht? Weil die Grundlage, auf die sie bauten, nicht der Glaube war; sie meinten, sie könnten das Ziel durch ihre eigenen Leistungen erreichen. Das Hindernis, an dem sie sich stießen, war der »Stein des Anstoßes«, von dem es in der Schrift heißt: »An dem Grundstein, den ich in Zion lege, wird man sich stoßen; er ist ein Fels, an dem man zu Fall kommen wird. Aber wer ihm vertraut, wird vor dem Verderben bewahrt werden

Römer 10,2-4

Denn an Eifer für Gottes Sache fehlt es ihnen nicht; das kann ich bezeugen. Was ihnen fehlt, ist die richtige Erkenntnis. Sie haben nicht erkannt, worum es bei der Gerechtigkeit Gottes geht, und versuchen, durch ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott bestehen zu können. Damit lehnen sie sich gegen Gottes Gerechtigkeit auf, statt sich ihr zu unterstellen. Denn mit Christus ist das Ziel erreicht, um das es im Gesetz geht: Jeder, der an ihn glaubt, wird für gerecht erklärt.

Römer 14,17.18

Denn im Reich Gottes geht es nicht um Fragen des Essens und Trinkens, sondern um das, was der Heilige Geist bewirkt: Gerechtigkeit, Frieden und Freude. Wer Christus auf diese Weise dient, an dem hat Gott Freude, und er ist auch in den Augen der Menschen glaubwürdig.

1. Korinther 1,30

Ist es bei euch nicht genauso? Dass ihr mit Jesus Christus verbunden seid, verdankt ihr nicht euch selbst, sondern Gott. Er hat in Christus seine Weisheit sichtbar werden lassen, eine Weisheit, die uns zugute kommt. Denn Christus ist unsere Gerechtigkeit, durch Christus gehören wir zu Gottes heiligem Volk, und durch Christus sind wir erlöst

2.Korinther 5,20.21

Deshalb treten wir im Auftrag von Christus als seine Gesandten auf; Gott selbst ist es, der die Menschen durch uns ´zur Umkehr` ruft. Wir bitten im Namen von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet! Den, der ohne jede Sünde war, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch die Verbindung mit ihm die Gerechtigkeit bekommen, mit der wir vor Gott bestehen können.

Galater 2,20.21

Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir. Und solange ich noch dieses irdische Leben habe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat. Ich weise Gottes Gnade also nicht zurück, denn das Gesetz kann uns nicht dazu verhelfen, vor Gott gerecht dazustehen. Wäre es anders, dann hätte Christus nicht sterben müssen.

Galater 5,4-6

Wenn ihr versucht, mit Hilfe des Gesetzes vor Gott gerecht dazustehen, habt ihr euch aus der Verbindung mit Christus gelöst, und euer Leben steht nicht mehr unter der Gnade. Wir hingegen warten auf die Gerechtigkeit, die Gott für uns bereithält, und diese Hoffnung verdanken wir dem Geist Gottes; sie ist uns aufgrund des Glaubens geschenkt. Denn wenn jemand mit Jesus Christus verbunden ist, spielt es keine Rolle, ob er beschnitten oder unbeschnitten ist. Das einzige, was zählt, ist der Glaube – ein Glaube, der sich durch tatkräftige Liebe als echt erweist.

Philipper 1,9-11

Und das ist meine Bitte an Gott: dass er eure Liebe, verbunden mit der rechten Erkenntnis und dem nötigen Einfühlungsvermögen, immer größer werden lässt. Dann werdet ihr ´in allem` ein sicheres Urteil haben und werdet ein reines, untadeliges Leben führen, bereit für den Tag, an dem Christus wiederkommt. Durch ihn, Jesus Christus, wird euer Tun von dem geprägt sein, was gut und richtig ist – zum Ruhm und zur Ehre Gottes.


Fußnoten:

[1] Wenn nicht anders vermerkt, sind in diesem Artikel alle Bibelzitate der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ) entnommen.

[2] „In der Sprachwissenschaft bezeichnet man als Hyperbel (altgriechisch ὑπερβολή hyperbolé „Übertreffung, Übertreibung“, von ὑπερβάλλειν hyperballein „über das Ziel hinaus werfen“) das rhetorische Stilmittel der Übertreibung“ (Wikipedia).

[3] In nachstehenden Texten finden sich weitere Passagen, die die Gerechtsprechung durch Jesus Christus bestätigen: Römer 5,18.19; 8,33.34; Galater 2,21; 3,11-13

[4] „In der Pädagogik beziehungsweise in der Erziehung bedeutet „Laissez-faire“ eine von Kurt Lewin eingeführte Bezeichnung für einen Erziehungsstil, bei dem man das Kind sich selbst überlässt, es „machen lässt“. Erziehung wird hier als eine nicht legitime Maßnahme gegenüber Kindern aufgefasst, dementsprechend unterbleiben zielgerichtete Erziehungsmaßnahmen.“ (Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Laissez-faire#P.C3.A4dagogik)

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