»Was mich als Atheist vom Glauben überzeugt hat«

»Was mich als Atheist vom Glauben überzeugt hat«

18.05.2016

Drei einfache Schritte
«Ich bekomme jeden Tag Anfragen von Leuten aus der ganzen Welt. Die Frage Nr. 1 ist, wie ich denn überhaupt Christ wurde.» Denn Chris Townsend lebte 26 Jahre als überzeugter Atheist, bevor er Christ wurde. Als er die vielen Anfragen beantwortete, realisierte er, dass hinter seinem Bekehrungsprozess ein klares Muster steckt – mit dem alle etwas anfangen können.

«Ich habe immer wieder in Interviews erklärt, wie ich zum Glauben kam», erzählt der US-Autor Chris Townsend. «Heute morgen fiel mir aber etwas schlagartig auf: In meinem Weg zum Glauben steckt ein einfaches, klar erkennbares Muster, das auch für andere wiederholt werden kann.»

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Christopher R. Townsend

Hier sind die drei Schritte, die Chris Townsend durchlaufen hat:

  1. «Das erste, was meine Aufmerksamkeit erregte, war das Leben von Menschen, die sich wirklich und echt um andere kümmerten; sie lebten, als wenn Gott wirklich existieren würde. Ihr Charakter und ihre Taten redeten von einer spürbaren Gegenwart in ihrem Leben. Alles, was sie taten (oder nicht taten), kam aus ihrer Beziehung mit Gott; und wenn ich sie fragte, erklärten sie, dass Gott der Grund
    für ihre Taten war.»
  2. «Das zweite Element: Ich informierte mich. Ich hatte schon immer eine grobe Idee gehabt, was das Christentum war, aber ich hatte es nie beachtet, denn die Leute, die sich als Christen bekannten, redeten kaum davon – mit ein paar seltenen Ausnahmen. Ich hatte noch nie den christlichen Glauben so ausgelebt gesehen, dass ich ihn als komplette Weltanschauung begreifen konnte. Erst mit 25 Jahren begann ich, mich über Gott zu informieren. Und als ich wirklich zu hören anfing, erkannte ich auch tiefere Wahrheiten in der Bibel. Ich war immer noch skeptisch, aber ich war bereit, einige der Aussagen des Christentums zu prüfen.»
  3. «Am wichtigsten aber war: Nach einem Leben, in dem ich von der Welt um mich herum viel Schmerz erlebt und auch anderen viel Schmerz zugefügt hatte, wurde ich so sehr von meiner fehlerhaften Natur überzeugt, dass ich nicht länger verdrängen konnte, dass ich einen Retter brauchte.»

34 Gigabyte Daten jeden Tag – worauf höre ich?

Das erste, was zu Chris sprach, waren also Charakter, Lebensstil und Taten von Christen. Als sich Christen um ihn kümmerten, ging eine Tür auf. «Jeden Tag stürmen gut 34 Gigabyte an Daten auf uns ein, und wir müssen uns entscheiden, auf welche Stimmen wir hören…. Es kümmerte mich nicht, was die Christen wussten, bis ich wusste, dass sie sich um mich kümmerten», sagt er heute. «Da entschied ich mich, auf ihre Stimmen zu hören. Ich hörte auf das, was sie zu sagen hatten und was ihr Gott zu sagen hatte.»

Als Chris sich mit der Bibel beschäftigte, kam er Gott näher. Und das führte zu immer tieferer Selbst- und auch Schulderkenntnis. «Ich war kein besonders schlechter Mensch. Aber die Nähe zu Gott machte den Unterschied. Je mehr Licht, um so mehr erkannte ich meine Schatten.»

Die Empfehlung eines Ex-Atheisten

Chris fasst zusammen und empfiehlt für den Umgang mit Atheisten:

  1. «Lass deine Taten sichtbar werden. Lass die Leute sehen, dass Gott gut ist.»
  2. «Hilf den Leuten, die Wahrheit zu finden, wenn sie bereit sind. Führe sie, wenn sie willig sind, geführt zu werden.»
  3. «Schau zu, wie Gott als Gott handelt. Wenn Menschen Gott näher kommen, werden sie erkennen, dass sie Christus brauchen.»

Chris Townsend kehrte mit 26 Jahren vom Atheismus zum Glauben an Christus um. Heute nutzt er die Erfahrung seines Lebens als Dozent und Autor und engagiert sich besonders dafür, dass Christen lernen, mit Menschen anderer Überzeugungen ins Gespräch zu kommen.

Autor: Reinhold Scharnowski

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