Welcher Glaube ist der Richtige?

Welcher Glaube ist der Richtige?

29.03.2016

Dominik Schweiger
Gibt es einen richtigen Glauben? Bin ich nur Christ, weil ich so aufgewachsen bin? Und was ist mit den anderen Religionen? Diese Fragen liessen Dominik Schweiger aus Darmstadt nicht los. Heute hat er eine Antwort gefunden.

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Dominik Schweiger

Als ich anfing zu studieren, habe ich Menschen aus vielen verschiedenen Glaubensrichtungen kennengelernt. Einer meiner Freunde ist als Buddhist aufgewachsen, andere als Muslime und wieder andere ohne einen definierten Glauben. Mir fiel auf, dass ich als Christ nicht unbedingt besser bin als sie. Meine Freunde, die ihren Glauben ernst nehmen, haben – genau wie ich – einen Halt in ihrem Leben. Sie kümmern sich um andere und haben einen Sinn in ihrem Leben entdeckt. Es beschäftigte mich deshalb sehr, woher ich wissen kann, dass mein Glaube wahr ist.

Meine Prägung

Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und auf eine christliche Privatschule gegangen. Ausser meinem Handballverein war fast mein ganzes Umfeld christlich geprägt. Ich war immer überzeugt von meinem Glauben und auch glücklich damit. Aber dann traf ich auf einmal viele Menschen, die mit einem anderen Glauben glücklich waren. Das hat mich verunsichert. «Bin ich nur Christ, weil ich so aufgewachsen bin?»

Mir war klar, dass es deutliche Unterschiede in den Glaubensrichtungen gibt. Der Gott der Bibel verspricht zum Beispiel eine andere Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod als der Gott des Korans. Aber was genau überzeugte mich an Jesus mehr als an anderen Religionen?

Warum ich immer noch Christ bin

Was mich persönlich überzeugt hat, ist die Lebendigkeit meines Gottes. Er gibt immer wieder Lebenszeichen von sich. Zum Beispiel hört er mein Gebet, schenkt mir eine schöne Wohnung und ermutigt mich mit guten Gedanken, wenn ich keinen Ausweg sehe. Oder er zeigt mir durch Predigten und Bibelstellen Dinge in meinem Leben, die ich ändern sollte. Wenn ich in solchen Situationen Gott entdecken kann, freut mich das immer riesig, weil mein Gott mir dann auf einmal so nahe kommt. Diese Nähe von dem lebendigen Gott habe ich bei meinen andersgläubigen Freunden nicht erkennen können. Und ich freue mich darüber, dass ich einen lebendigen Gott habe, der sich mir persönlich zeigt.

Mit Gott kommunizieren

Die Lebenszeichen von Gott sind mir sehr wichtig geworden. Wenn ich länger mal nichts von ihm wahrnehme, bitte ich ihn darum. Und ich habe das Gefühl, dass er sich mir gerne immer wieder neu zeigt. Die vielen Lebenszeichen und Liebesbeweise, die er mir schon gegeben hat, bilden aber auch eine immer stabilere Grundlage, so dass ich mir seiner Existenz immer bewusster werde. Ich weiss aber, dass ich mich auf Gott einlassen muss. Ganz so einfach ist das mit den Lebenszeichen nämlich nicht immer. Man kann ja alles in Frage stellen, nach dem Motto: «Bilde ich mir das nur ein? War das Zufall?»

Ich finde es wichtig, den eigenen Glauben immer wieder zu hinterfragen. Aber ich muss Gott auch ein Stück Vertrauen schenken, sonst funktioniert unsere Beziehung nicht. Gott findet es gut, wenn wir uns mit ihm auseinandersetzen und so ist es gar nicht so schwer, das richtige Verhältnis zwischen Skepsis und Vertrauen zu finden.

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